20.05.2021

Anti­transpi­rante im Test: Rollen statt sprühen!

Es gibt sie als Roller, Stick oder Spray und alle versprechen unangenehme Gerüche zu vermeiden und auch die Schweißmenge zu verringern. Sowohl Antitranspirante als auch Deodorants helfen gegen unangenehme Gerüche in der Achselgegend. Die Schweißmenge mindern können jedoch nur Antitranspirante, die meist die umstrittenen Aluminiumsalze enthalten. Wie gut Antitranspirante tatsächlich Schweiß und Geruch reduzieren, hat KONSUMENT nun bei 9 Rollern und 3 Sprays getestet. 8 Produkte konnten mit „gut“ überzeugen. Das günstigste Antitranspirant im Test Lidl Cien Invisible belegte Platz 2 bei den Roll-ons.

Test Antitranspirants - Besser rollen! (0,4 MB)

Schweißhemmung: Was wirkt?

Am besten kamen der Invisible Antitranspirant Roller von Lidl Cien und der Spray Dove Original gegen Schweiß an. Vor Achselgeruch schützten alle Produkte sehr gut oder gut.

Für die Schweißhemmung wird häufig auf Aluminium Chlorohydrat zurückgegriffen. Diese Substanz ist in 11 der 12 getesteten Produkte enthalten. Eine weitere Verbindung ist Aluminium-Zirconium-Pentachlorhydrat. Dieses findet sich in 2 Antitranspirants. Bei Produkten, die diese Substanz enthalten, muss gemäß Kosmetikverordnung der Warnhinweis „nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden“ angebracht werden. Bei anderen Aluminiumverbindungen ist dieser Warnhinweis kein Muss, sondern kann freiwillig erfolgen.

Aluminiumverbindungen in der Diskussion

Aluminiumverbindungen im Antitranspirant sind immer wieder in der Diskussion. Die Aufnahme über diese Kosmetika wird als vergleichsweise gering eingeschätzt. Aluminium ist dazu überall in der Umwelt verbreitet. So nehmen wir etwa über Lebensmittel ein Vielfaches mehr davon auf als über Kosmetika. Jüngere Studien deuten zudem darauf hin, dass Aluminiumverbindungen aus Antitranspiranten in geringerer Menge in den Körper aufgenommen werden als bislang vermutet.

Problematisch für Umwelt und Gesundheit

Alle getesteten Sprays und der Roll-on von Louis Widmer enthalten cyclische Siloxane. Diese Verbindungen sind für Umwelt und/oder Gesundheit problematisch, weil sie eine hormonähnliche (endokrine) Wirkung haben können. Andere cyclische Siloxane, etwa die Verbindung Cyclopentasiloxane (D5), wurden nur für Kosmetika zugelassen, die auf Haut oder Haar verbleiben und nicht sofort wieder abgewaschen werden, wie Duschgels oder Shampoos.

Roller im Vorteil

Substanzen wie D5 sollten natürlich auch möglichst nicht in unseren Stoffwechsel gelangen. Bei Sprays lässt es sich jedoch kaum vermeiden, dass man Aerosole einatmet. Um den Sprühnebel geringer zu halten, sollten Sprays immer möglichst nahe an der Achsel angewendet werden. Roller lassen sich nicht nur wesentlich kontrollierter anwenden, sie zeigten sich im Test auch im Vorteil, was die Fleckenbildung auf Textilien anbelangt.

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

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