23.11.2018

Black Friday: Schnäppchen oder Lockangebot?

Der sogenannte Black Friday lockt bis zum darauffolgenden Cyber Monday mit vielen Schnäppchen. Vom Online-Handel werden jedes Jahr Milliarden-Einnahmen gemeldet. Doch wie sieht es für die Konsumenten/-innen aus? Sind es nun tatsächlich Schnäppchen oder scheinbar nur auf den ersten Blick? Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat im Zeitraum von 4 Monaten regelmäßig Preise von 47 Elektronik-Produkten aufgezeichnet. Fazit: Schnäppchen gab es auch in diesen 4 Monaten und Top-Produkte fanden sich wenig unter den Black-Friday-Angeboten!

47 Elektronik-Produkte 4 Monate unter Beobachtung

Von den 47 Produkten, die wir aus Tests oder Bestenlisten von Konsument, Chip oder Computerbild ausgewählt haben, fanden sich nur wenige unter den Black-Friday-Schnäppchen. Hingegen gab es auch in den 4 Beobachtungs­monaten große Preisunterschiede bis zu 700 Euro bei einem Notebook oder 600 Euro bei einem Handy. Also auch ohne den Black Friday finden Sie tolle Angebote.

Der Vergleich zeigt auch Fälle auf, die im Beobachtungs­zeitraum sogar günstiger waren als am Black Friday. Zum Beispiel kostet ein Huawei MediaPad M5 am Black Friday 323 Euro. Am 20. September kostete das selbe Tablet nur 294 Euro.

Rabatte von hohen Preisen

Um Rabatte möglichst verlockend wirken zu lassen, geben Händler ihre Aktionspreise meist ausgehend vom sehr hohen Listenpreis an. So kostete beispielsweise am Black Friday ein Samsung TV-Gerät 399 Euro, mit angegebenem Rabatt von 56 Prozent. Sucht man den selben Fernseher jedoch auf einem Vergleichsportal, so liegt der Preis bei 441 Euro. Daraus ergibt sich ein tatsächlicher Preisnachlass von knapp 10 Prozent. Das ist wesentlich weniger als die beworbenen 56 Prozent.

Ältere Modelle werden beworben

Es fiel auch auf, dass es sich bei den Angeboten öfters um ältere Modelle handelt, die schon durch neue Geräte abgelöst wurden. So kostete in der Woche vor dem Black Friday die Sony Playstation 4 als Deal 349 Euro. Das neuere Modell Sony Playstation 4 Pro war jedoch im Beobachtungs­zeitraum um 369 Euro zu haben. Die neueste Spielkonsole kostete damit „nur“ um 20 Euro mehr.

Hinweis

Informieren Sie sich daher vor dem Kauf auf der Webseite des Herstellers und schauen Sie sich das Modell Ihres Produktes genau an.


Tipps zum Online-Shopping

  • Achten Sie auf Versandkosten. Bei großen und sperrigen Waren können zusätzliche Speditionskosten anfallen, die das Schnäppchen zunichtemachen.

  • Meiden Sie unbekannte Shops beziehungsweise wenn der Verkäufer Vorabüberweisungen möchte. Sollte das Angebot gar zu verlockend sein, zahlen Sie mit Lastschrift oder „Käuferschutz“.

  • Wenn Sie online in den USA oder anderen Nicht-EU-Ländern kaufen, gelten dort andere Gesetze, auch müssen Sie mit Forderungen des Zolls rechnen (wie etwa Einfuhrumsatzsteuer).

  • Onlinekäufe (mit einigen Ausnahmen zum Beispiel entsiegelter Software) können Sie 14 Tage lang widerrufen. Sie müssen aber zeitgerecht eine Mitteilung über den Widerruf schicken und das Produkt zurücksenden.

Kontakt

Konsumentenschutz
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