Kontowechsel leicht gemacht

Kunden, die ihr Girokonto zu einer anderen Bank verlegen möchten, haben es nun noch leichter: Banken müssen verpflichtend ein Kontowechsel-Service anbieten. Nach Erteilung einer entsprechenden Ermächtigung des Kontoinhabers hat die neue Bank alle Formalitäten rund um den Kontowechsel zu erledigen. Die alte Bank muss mitwirken, wobei auch enge zeitliche Fristen einzuhalten sind. Der Konsumentenschutz der AK OÖ hat für Wechselwillige einen aktuellen Preisvergleich erstellt.


AK-Bankenrechner hilft beim Vergleichen

Für den aktuellen Vergleich der Jahresgebühren wurde das Modell Normalnutzer des AK-Bankrechners zugrunde gelegt: 280 Buchungen pro Jahr (23 bis 24 Buchungen im Monat), darunter 6 manuelle Barein- und 6 Barauszahlungen, 12 beleghafte Überweisungen, Dauerauftragsmanipulationen am Schalter, gelegentliche Überziehungen (2 Quartale), 1 Bankomatkarte. Sie können das für Sie passende Nutzermodell auswählen und so optimale Ergebnisse erlangen!

Internetbanken mit eingeschränktem Service

  • Vier Internetbanken bieten kostenlose Girokonten an. In Hinblick auf das Nutzungsmodell bestehen jedoch teilweise wesentliche Einschränkungen.

  • Nur die easybank AG bietet mit den BAWAG P.S.K.- und Postfilialen auch das komplett inkludierte Service von diversen Schalterleistungen an.

  • Bei der Hello Bank sind Bareinzahlungen und Behebungen (12 im Jahr) inkludiert. Dieses Service ist in Oberösterreich mit einer einzigen Filiale in Linz allerdings geographisch stark eingeschränkt. Beleghafte Überweisungen sind gar nicht möglich.

  • Die ING DiBa Bank und die bankdirekt.at der Raiffeisenlandesbank OÖ bieten kein Schalterservice.

  • Die bankdirekt.at bietet das Gratiskonto nur bei einem monatlichen Eingang von 1.000 Euro an. Ansonsten ist eine jährliche Kontoführungsgebühr in Höhe von 81,36 Euro zu bezahlen.

Filialbanken dafür teurer

  • Die jährlichen Kontoführungsgebühren für das ausgewählte Nutzermodell liegen zwischen 66,30 und 139,08 Euro. Die Preisdifferenz beträgt damit 110 Prozent.

  • Die Spardabank ist mit 66,30 Euro die günstigste Filialbank. Allerdings müssen Kunden einen Genossenschaftsanteil in Höhe von 75 Euro zeichnen. Und die Sollzinsen in Höhe von 11,75 Prozent pro Jahr innerhalb und 15,75 Prozent außerhalb des vereinbarten Rahmen sind mit Abstand die höchsten in unserem Vergleich.

  • Die günstigsten Sollzinsen bietet hingegen die Bank Austria mit 7 Prozent Jahreszinssatz innerhalb eines vereinbarten Überziehungsrahmens und 10 Prozent außerhalb.

Spesen für Rückbuchungen

Für großen Ärger bzw. Unverständnis sorgen die Gebühren für rückgebuchte Einziehungsaufträge - insbesondere auch, da diese in der Regel zweifach anfallen. Bei der Nicht-Durchführung von Zahlungsaufträgen mangels Kontodeckung oder aufgrund nicht eingeräumter Überziehungsmöglichkeiten werden sowohl dem Zahlungspflichtigen als auch dem einziehenden Zahlungsempfänger Rückbuchungsspesen verrechnet. Der Vergleich zeigt, dass dafür zwischen 5,67 Euro und 7,70 Euro verlangt werden. Das einziehende Unternehmen reicht im Normalfall die ihm angelasteten Spesen an den Konsumenten weiter (und verlangt häufig noch zusätzliche eigene Gebühren für den erhöhten Aufwand).

 

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