05.07.2019

B- und L17-Führer­schein: Preis­vergleich lohnt sich!

In Oberösterreich kostet der B–Führerschein im Durchschnitt 1.383 Euro und der L17-Führerschein 1.366 Euro, wie die Preiserhebung des Konsumentenschutzes der AK Oberösterreich zeigt. Die Preisunterschiede sind sehr groß: Der Preisunterschied zwischen der teuersten und der günstigsten Fahrschule beträgt 601 Euro beim B-Führerschein und 481 Euro beim L17-Führerschein. Ein Preisvergleich lohnt sich also! Oft ist ein einfacher Preisvergleich für Fahrschüler/-innen und Eltern nur schwer machbar. Bei manche Fahrschulen fehlen Preisaushänge oder sind veraltete. Nur 5 Fahrschulen informieren auf ihrer Website über die Preise.

Preisvergleich: B-Führerschein (0,3 MB)

Preisvergleich: L17-Führerschein (0,3 MB)

Große Preis­unterschiede

Die Ausbildung der Klasse B umfasst einen Theoriekurs (32 Lektionen) und eine praktische Ausbildung (18 Lektionen). Die Kosten dafür sind in Oberösterreich zwischen 1.199 und 1.800 Euro. Beim L17-Führerschein liegen die Preise zwischen 1.199 und 1.680 Euro. Wird eine zusätzliche Fahrlektion benötigt, zahlt man nocheinmal zwischen 48 und 90 Euro.

Nach Erhalt des Führerscheins müssen im Zuge der Ausbildung innerhalb des ersten Jahres 2 Perfektionsfahrten und ein Fahrsicherheitstraining absolviert werden. Die Perfektionsfahrten können in einer Fahrschule nach Wahl absolviert werden und Kosten zwischen 130 und 236 Euro (2 Perfektionsfahrten zu je 50 Minuten).

Die Lernunterlagen sind bei 4 Fahrschulen (Friends, Gruber, Scharinger und Max Trenks) im Preis inkludiert, ansonsten kosten die Lernunterlagen zusätzlich zwischen 25 und 70 Euro.

Es können noch weitere Kosten anfallen zum Beispiel Behördengebühren, Arzthonorar und Erste-Hilfe-Kurs.

Die Leistung muss stimmen!

Eine gute Ausbildung ist sehr wichtig, daher sollten sich Fahrschüler/-innen und Eltern nicht allein am Preis orientieren. Erkundigen Sie sich bei Freunden und Familie, wer gute Erfahrungen mit einer Fahrschule gemacht hat.

Fehlende Preis­auszeichnung ist rechts­widrig

  • Dass eine Preisauszeichnung möglich ist, zeigen die Fahrschulen fairdrive, Lenkwerk, Lindauer, Mayr und Noha: Sie geben die Preise auf ihrer Website an.

  • Um den Fahrschülern/-innen eine gute Übersicht bieten zu können, haben die AK-Konsumentenschützer alle oberösterreichischen Fahrschulen wegen aktuellen Preisen angeschrieben. Nur 28 Fahrschulen gaben ihre Preise bekannt.

  • Unter den Fahrschulen, die das Schreiben ignoriert haben, wurden 7 Unternehmen ausgewählt und die Preisaushänge vor Ort überprüft. Die angeführten Preise wurden in die Marktübersicht eingearbeitet.

  • Bei einer Fahrschule fand sich gar kein und bei einer nur ein unvollständiger Preisaushang. Und das, obwohl die Preisauszeichnung gesetzlich verpflichtend ist. Die AK-Konsumentenschützer bereiten rechtliche Schritte gegen jene Unternehmen vor, die sich durch ihr Verhalten Preisvergleichen entziehen wollen. 

Teil­zahlung schützt vor Insolvenz­verlusten

Nur bei wenigen Fahrschulen (Euroline, fairdrive, Friends, Gottfried, Grubhofer, Haas, Lenkwerk, my friends, pink&blue, Rauch, Snopek) ist eine Teilzahlung möglich. Wegen der Fahrschulinsolvenzen in den letzten Jahren, bei denen Fahrschüler die vorausgezahlten Gesamtpreise verloren haben, ist die Teilzahlungsmöglichkeit eine wichtige Absicherung. Es braucht dringend eine gesetzliche Regelung, damit Fahrschulen die Kosten nur in Teilen - entsprechend dem Kursfortschritt - in Rechnung stellen dürfen.

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