06.05.2020

Elektriker – Preise ver­gleichen lohnt sich!

Konsumenten/-innen wenden sich regelmäßig an den AK-Konsumentenschutz und erkundigen sich nach den Kosten für Handwerker-Leistungen. Damit die Rechnung keine böse Überraschung bringt, erheben die Experten/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich regelmäßig Preise.

Aktuell wurden die Stundensätze und Fahrtkosten von Elektromonteuren und Servicetechnikern erhoben. Wer in nächster Zeit eine Reparatur in Auftrag geben möchte, kann sich preislich daran orientieren. Bei größeren Aufträgen sollte jedenfalls ein Kostenvoranschlag eingeholt werden!

Elektriker: Stundensätze und Fahrtkosten (0,2 MB)

Preis­unterschiede bis 40 Prozent

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei 135 Betrieben die Stundensätze von Elektromonteuren und Servicetechnikern erfragt.

  • Elektromonteur zwischen 54,00 und 83,40 Euro.
  • Servicetechniker zwischen 54,00 bis 108,00 Euro.

Bis zu 57 Euro Unterschied bei den Fahrtkosten

Dazu wurden die Fahrtkosten für 10 Kilometer Anfahrt beziehungsweise einer Wegzeit von 15 Minuten erhoben.

  • Der durchschnittliche Fahrtkostenpreis liegt bei 24,20 Euro.
  • Die höchst erhobenen Fahrtkosten betragen 63,75 Euro.
  • 2 Firmen verrechnen keine Fahrtkosten.

Tipp: Kostenvoranschläge einholen!

  • Holen Sie bei großen Aufträgen mehrere schriftliche Kostenvoranschläge ein, mit detaillierter Aufgliederung des Gesamtpreises nach Arbeits-, Material- und sonstigen Kosten.

  • Ein Kostenvoranschlag ist verbindlich, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil vereinbart wurde („unverbindlicher Kostenvoranschlag“, „Zirka-Preise“ oder „abgerechnet wird nach Naturmaß“).

  • Der Kostenvoranschlag darf vom Unternehmer/von der Unternehmerin nicht überschritten werden. Benötigt der Unternehmer/die Unternehmerin weniger Materialien oder Arbeitszeit, ist die Ersparnis an den Konsumenten/die Konsumentin weiterzugeben.

  • Ein Unternehmer/eine Unternehmerin darf einen unverbindlichen Kostenvoranschlag um 10 bis 15 Prozent überschreiten, wird es mehr, muss er/sie die Arbeiten einstellen und den Kunden/die Kundin informieren. Der/die kann der Fortführung der Arbeiten zustimmen und die Mehrkosten übernehmen oder die Arbeiten werden eingestellt und nur die bis dahin erbrachten Leistungen sind zu bezahlen.

  • Weist der Unternehmer/die Unternehmerin auf die erhebliche Kostenüberschreitung nicht hin, verliert er/sie jeglichen über den Kostenvoranschlag hinausgehenden Mehranspruch.

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