27.04.2022

Moped­führerschein: Vergleichen lohnt sich!

Für viele junge Menschen bedeutet Moped fahren einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit. Dafür ist die Lenkberechtigung Klasse AM für Motorfahrrad oder ein vierrädriges Leichtfahrrad erforderlich. 

Preisvergleich: Möpedführerschein (0,5 MB)

Großer Preis­unterschied

Eine aktuelle Erhebung des AK-Konsumentenschutz zeigt erhebliche Preisunterschiede: Die Führerschein­ausbildung kostet in Oberösterreich beim teuersten Anbieter 500 Euro, bei der günstigsten Fahrschule dagegen „nur“ 190 Euro!

Die Ausbildung beinhaltet einen Theoriekurs mit sechs Unterrichtseinheiten und anschließender Prüfung am PC. Dazu kommt ein Praxiskurs mit sechs Unterrichtseinheiten am Übungsplatz und zwei Übungseinheiten im öffentlichen Verkehr. Eine Unterrichtseinheit sollte 50 Minuten dauern. 

Alles inklusive?

Das günstigste Angebot im Vergleich stammt von der Fahrschule Staudinger in Kirchdorf mit 190 Euro inklusive Fahrschulmoped. Die Kosten für die Lernunterlagen sind inbegriffen. Das teuerste Angebot fanden wir bei einer Fahrschule in Linz um 500 Euro einschließlich Fahrschulmoped. Bei einigen Fahrschulen gibt es die Möglichkeit, den Praxiskurs mit dem eigenen Moped zu absolvieren. Die Preise liegen zwischen 208 und 470 Euro.

Der Durchschnittspreis für Ober­österreich – ohne eigenem Moped – liegt bei 300 Euro. Dazu kommen Behördenkosten und je nach Anbieter bis zu 40 Euro für Lernunterlagen.

Prüfung bei Automobil­clubs

Auch die Automobilclubs ARBÖ und ÖAMTC bieten die Prüfung an. Beim ARBÖ muss die praktische Prüfung mit dem eigenen Moped absolviert werden. Beim ÖAMTC ist die Ausbildung nur in Marchtrenk möglich.

Preise nicht immer transparent

Besonders positiv hervorzuheben sind die Fahrschulen Haas, fairdrive, Lindauer, Mayr, Noha und Staudinger. Sie stellen ihre Preise online zur Verfügung und ermöglichen dadurch einen einfachen und zeitgemäßen Informationszugang! Negativ aufgefallen sind die Fahrschulen der Bezirke Gmunden, Ried, Steyr, Steyr-Land, Vöcklabruck und Wels-Land, weil sie alle keine Preise bekannt gaben und sich damit nicht dem Vergleich stellen.

„Den Schein“ zum 15. Geburtstag

Die Ausbildung kann bereits 2 Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden. Den Führerschein selbst bekommt man frühestens zum Geburtstag ausgestellt. Unter 16 Jahren benötigen die Jugendlichen die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten.

Gute Erfahrungen erfragen

Ein „Moped“ ist ein Motorfahrrad mit bis zu 50 ccm Hubraum und maximal zugelassener Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Für viele ist es das erste im Straßenverkehr gelenkte, motorisierte Fahrzeug. Daher ist eine gute Ausbildung sehr wichtig. Orientieren Sie sich nicht nur am günstigsten Preis, sondern fragen Sie im Verwandten- und Bekanntenkreis nach guten Erfahrungen mit Kursanbietern. 

Tipps: Details vergleichen

  • Achten Sie im Vorfeld auf Rabatte und Aktionen.
  • Erkundigen Sie sich, ob Lernunterlagen inkludiert sind beziehungsweise wieviel sie kosten.
  • Fragen Sie nach möglichen Qualitätskriterien. Zum Beispiel: ob es einen eigenen Theoriekurs für Mopedfahrer/-innen gibt, wie groß die Gruppe beim Fahrtraining auf dem Übungsplatz ist und wieviel der praktischen Ausbildung auf der Straße absolviert wird.


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