04.08.2021

Möbel­lieferungen - So vermeiden Sie böse Über­raschungen!

Viele Konsumentinnen und Konsumenten bestellen seit den Corona Lockdowns Möbel und Einrichtungs­gegenstände online. Doch die günstigen Möbel­preise können täuschen - wenn man die Kosten für Lieferung und Montage nicht berück­sichtigt! Wie die aktuelle Erhebung der AK-Konsumenten­schützer/-innen zeigt, kommen schnell mehrere hundert Euro zum Warenwert dazu. Und aus der Beratungs­erfahrung wissen die sie, dass es häufig zu verspäteten Lieferungen kommt.

Liefer- und Montagekosten beliebter Möbelhäuser (0,1 MB)

Preis fast verdoppelt

  • Zwischen 49 und 169 Euro kostet die Lieferung einer Gartengarnitur im Wert von etwa 800 Euro an die Bordsteinkante. Die Lieferkosten von Möbelix und Mömax liegen hier um 245 Prozent über jenen von Kika, Leiner und XXLutz. Ikea liegt mit 79 Euro dazwischen.

  • Beispielsweise Badezimmermöbel lassen sich viele Konsumenten/-innen nicht nur liefern, sondern auch montieren und Strom und Wasser anschließen. Dafür fallen bei Möbelhäusern zwischen 278 (Ikea) und 709 Euro (Möbelix) an. Ein Badezimmer um ursprünglich 800 Euro kommt dadurch auf über 1.500 Euro Gesamtkosten.

Verbindlichen Kostenvoranschlag einholen!

Erkundigen Sie sich immer vorab genau nach den Preisen für Lieferung, Montage und Anschlusskosten. Holen Sie Preisauskünfte schriftlich ein. Bei größeren Anschaffungen sollten Sie mehrere Kosten­voranschläge einholen und immer die Gesamtkosten vergleichen. Bei den Anschluss­kosten können Fachbetriebe in Ihrer Nähe durchaus günstiger sein!

Bei Lieferverzug: Nachfrist setzen!

Wenn die Ware nicht zum vereinbarten Zeitpunkt oder in der vereinbarten Weise (zum Beispiel Qualität) geliefert wird, ist das Unternehmen im Verzug. Sie können die Erfüllung des Vertrags verlangen oder unter Setzung einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten. Was als Frist angemessen ist hängt vom Einzelfall ab. Eine Nachfrist von 3 bis 4 Wochen wird meistens angemessen sein.

Unternehmen ist für Zustellung verantwortlich!

Wenn die Ware nicht ordnungsgemäß zugestellt wird, also verloren geht oder beim Transport beschädigt wird, liegt das Risiko dafür beim Unternehmen. Erst wenn die Lieferung von einer empfangsberechtigten Person entgegen­genommen wird, geht die Gefahr des Verlustes oder einer Beschädigung auf diese Person über. Sie müssen sich daher im Regelfall nicht - wie manches mal von den Versandunternehmen behauptet - selbst mit dem Lieferdienst oder dem Spediteur herumschlagen. Es ist Teil der Leistung des Unternehmens, dass die Ware schadenfrei an Sie geliefert wird. Ist schon von außen ein Mangel erkennbar, lassen Sie die Ware am besten sofort wieder retour gehen!

Achtung: Ausnahme

Wenn Sie nicht die Standard­versand­möglichkeit des Unternehmens wählen, sondern selbst ein Transport­unternehmen beauftragen, liegt das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Ware bei Ihnen. In diesem Fall können Sie Ihre Ansprüche gegenüber dem Transporteur geltend machen.

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E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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