08.07.2020

B- und L17-Führer­schein: Preis­vergleich zahlt sich aus!

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei Oberösterreichs Fahrschulen die Kosten für B- und L17-Kurse erhoben. Im Landesdurchschnitt kostet der B–Führerschein 1.456 Euro und der L17-Führerschein 1.463 Euro. Der Unterschied zwischen der teuersten und der billigsten Fahrschule ist 661 Euro beim B-Führerschein und 541 Euro beim L17-Führerschein. Aber nicht nur der Preis, auch die Leistung muss stimmen. Erkundigen Sie sich daher bei Freunden und Familie nach guten Erfahrungen mit Fahrschulen!

Preisvergleich: B-Führerschein (0,2 MB)

Preisvergleich: L17-Führerschein (0,2 MB)

Preis­unterschiede bis zu 55 Prozent

  • Für den B-Führerschein braucht man 32 Theorie-Lektionen und 18 Praxis-Lektionen. Das kostet in Oberösterreich zwischen 1.199 und 1.860 Euro.

  • Beim L17-Führerschein liegen die Preise zwischen 1.199 und 1.740 Euro. Wird eine zusätzliche Fahr-Lektion benötigt, zahlt man dafür zwischen 50 und 90 Euro extra.

  • Hat man den Führerschein bestanden, müssen innerhalb des ersten Jahres 2 Perfektionsfahrten (je 50 Minuten, in einer Fahrschule nach Wahl) und ein Fahrsicherheitstraining gemacht werden. Die Perfektionsfahrten kosten zwischen 144 und 232 Euro.

  • Lernunterlagen sind bei 3 Fahrschulen im Preis inkludiert. Bei den anderen Fahrschulen kommen noch zusätzliche Kosten zwischen 25 und 63 Euro hinzu.

  • Weitere Kosten können zum Beispiel für Behördengebühren, Arzthonorar und Erste-Hilfe-Kurs anfallen.

Un­übersichtliche Preis­angaben

Die Fahrschulen Clarissa, fairdrive, Haas, Lenkwerk, Lindauer, Mayr, Noha und Snopek geben ihre Preise auf ihrer Website bekannt.
20 andere Fahrschulen gaben ihre Preise im Rahmen unserer Erhebung bekannt. Das ist gut und wichtig, um sich einen Überblick verschaffen können.
Der Großteil der angeschriebenen Fahrschulen wollte der Arbeiterkammer Oberösterreich keine Preise bekannt geben. Die AK-Konsumentenschützer/-innen mussten 10 Unternehmen auswählen und die gesetzlich vorgeschriebenen Preisaushänge vor Ort überprüfen. Diese Preise wurden in die Marktübersicht eingearbeitet.

Tipp: Teilzahlung schützt vor Insolvenzverlusten!

Nur bei 9 Fahrschulen im Test ist eine Teilzahlung möglich. Bei allen anderen muss im Voraus bezahlt werden. Angesichts der Fahrschulinsolvenzen in den letzten Jahren ist damit ein hohes Verlustrisiko für die Kunden/-innen verbunden.

Fahr­schüler brauchen mehr Rechte!

Damit Konsumenten/-innen ihre Fahrschule unter fairen Bedingungen auswählen können, braucht es rechtliche Verbesserungen:

  • Verpflichtende Preisauszeichnung auf der Website der Fahrschule.

  • Möglichkeit zur Teilzahlung oder Absicherung von Vorauszahlungen durch Versicherungen oder Bankgarantien ohne Mehrkosten für die Kunden/-innen.

  • Veröffentlichung der jeweiligen Durchfallsquoten und tatsächlich benötigten durchschnittlichen Fahrstunden pro Anwärter/-in auf der Website der Fahrschulen.

  • Regelmäßige behördliche Kontrollen der Durchfallsquoten und Preisauszeichnungen.

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