19.07.2017
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Elektriker und Servicetechniker: Preise vergleichen lohnt sich!

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat die Stundensätze und Fahrtkosten von Elektromonteuren und Servicetechnikern verglichen. Wer in nächster Zeit eine Reparatur in Auftrag geben möchte, kann sich daran orientieren. Holen Sie sich auf alle Fälle einen Kostenvoranschlag ein!

Preisvergleich: Elektriker-Stundensätze und -Fahrtkosten (0,4MB)


Stundensätze sehr unterschiedlich

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei 138 Betrieben die Stundensätze von Elektromonteuren und Servicetechnikern erfragt: Bei den Elektromonteuren/-innen liegen sie zwischen 48 und 80,40 Euro, bei den Servicetechniker/-innen kostet eine Stunde von 50 bis 94 Euro.

Fahrtkosten: 3 Anbieter verlangen nichts

Dazu haben die Konsumentenschützer die Fahrtkosten für 10 Kilometer Anfahrt beziehungsweise einer Wegzeit von 15 Minuten erhoben: Der durchschnittliche Fahrtkostenpreis liegt bei 20,53 Euro. 3 Anbieter verlangen keine Fahrtkosten und liegen auch preislich unter dem Durchschnitt. Die höchst erhobene Fahrtpauschale beträgt 51,90 Euro. Das ist mehr als der günstigste Stundensatz beim Servicetechniker.

Bezirksmittelwerte




Tipp: Holen Sie mehrere Kostenvoranschläge ein!

Holen Sie bei umfangreichen Aufträgen mehrere schriftliche Kostenvoranschläge ein. Diese sollten vor allem die detaillierte Aufgliederung des Gesamtpreises nach Arbeits-, Material- und sonstigen Kosten enthalten.

Verbindliche Kostenvoranschläge sind gültig

Ein Kostenvoranschlag ist gegenüber Konsumenten/-innen verbindlich, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil vereinbart wurde, zum Beispiel durch Formulierungen wie „unverbindlicher Kostenvoranschlag“, „Zirka-Preise“ oder „abgerechnet wird nach Naturmaß“.

Der verbindliche Kostenvoranschlag darf vom Unternehmer nicht überschritten werden. Benötigt der Unternehmer weniger Materialien oder Arbeitszeit als angenommen, ist die Ersparnis an den Konsumenten weiterzugeben.

Unverbindliche Kostenvoranschläge können sich ändern

  • Einen unverbindlichen Kostenvoranschlag darf der Unternehmer um etwa 10 bis 15 Prozent überschreiten, wenn es unvermeidlich ist.

  • Erkennt der Unternehmer, dass es zu einer höheren Überschreitung kommt, muss er die Arbeiten vorübergehend einstellen und den Kunden darauf hinweisen.

  • Der Kunde/Die Kundin kann der Fortführung der Arbeiten zustimmen und die Mehrkosten übernehmen oder die Arbeiten werden eingestellt. In diesem Fall sind nur die bis dahin erbrachten Leistungen sind zu bezahlen.
Hinweis

Weist der Unternehmer auf eine erhebliche Kostenüberschreitung nicht hin, verliert er jeglichen über den Kostenvoranschlag hinausgehenden Mehranspruch. 


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