31.8.2017
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AK rät den Beschäftigten der insolventen Wozabal-Gruppe, das Arbeitsverhältnis nicht überstürzt aufzulösen

6 Firmen der Wozabal-Gruppe sind insolvent. Betroffen sind rund 875 Arbeitnehmer/-innen. Sie haben ihre Juli-Löhne noch nicht erhalten. „Die Beschäftigten machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Denn sie sind auf ihre Löhne und Gehälter angewiesen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können“, macht AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Dramatik deutlich. Dennoch sei es wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt das Arbeitsverhältnis zu lösen, so Kalliauer. „Denn dadurch könnten Ansprüche verloren gehen“, warnt der AK-Präsident. Schon nächste Woche halten die Insolvenzexperten/-innen der AK erste Betriebsversammlungen für die betroffenen Arbeitnehmer/-innen ab.

Wie kommen Arbeitnehmer zu ihrem Geld?

Die Expertinnen und Experten der AK Oberösterreich haben bereits im Vorfeld mit den Betriebsräten/-innen und den Gewerkschaften geklärt, wie im Falle einer Insolvenz möglichst rasch und effizient die Infoversammlungen und Beratungen direkt vor Ort abgewickelt werden können. Bereits kommende Woche finden in Linz, Enns und Lenzing insgesamt 11 Betriebsversammlungen statt. Dort erhalten die betroffenen Arbeitnehmer/-innen Informationen, wie sie zu ihren offenen Zahlungen kommen. Laut Schuldnervertretung ist eine Fortführung des Unternehmens geplant. „Sollte dennoch jemand sein Arbeitsverhältnis früher beenden wollen, raten wir dringend, sich vorher beraten zu lassen, damit keine Ansprüche verloren gehen“, empfiehlt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Offene Ansprüche: AK zieht für Betroffene kostenlos vor Gericht

Wird die Arbeiterkammer Oberösterreich im Rahmen der Beratungen und Versammlungen zur Vertretung bevollmächtigt, kümmert sie sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds. Die Vertretung ist für die Betroffenen kostenlos. Die Gerichtsgebühren werden vorgestreckt.

Warten auf Löhne und Gehälter darf nicht lange dauern

Wann die Arbeitnehmer/-innen mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Die AK sowie die Insolvenz-Entgelt-Fonds Service GmbH werden sich bemühen, diese Wartefrist möglichst kurz zu halten.

 

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