12.5.2017
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Diskriminierung wegen Schwangerschaft: AK Oberösterreich erkämpfte 3.000 Euro Schadenersatz

„Ich bin schwanger“, teilte eine Arbeitnehmerin aus dem Innviertel ihrem Arbeitgeber mit. 2 Tage später wurde ihr befristetes Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet. Zuvor war ihr schriftlich zugesagt worden, dass sie einen unbefristeten Vertrag bekommen werde. Damit lag klar auf der Hand, dass die junge Frau wegen ihrer Schwangerschaft diskriminiert wurde.

"Leider kommt es immer wieder vor, dass Frauen und insbesondere schwangere Frauen in den Betrieben benachteiligt werden. Dagegen wehren wir uns“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. So auch im Fall der jungen Frau: Für sie erkämpfte die AK 3.000 Euro Schadenersatz.

Keine unbefristete Stelle für Schwangere

Die junge Frau war bei einer Firma im Innviertel im Versand beschäftigt. Zuerst über eine Leasingfirma, dann wurde sie mit befristetem Vertrag in das Unternehmen übernommen.

Da die Firma mit der Leistung ihrer Mitarbeiterin zufrieden gewesen sein dürfte, wurde mit ihr schriftlich vereinbart, dass das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Befristung in ein unbefristetes umgewandelt werde.

Noch während der Befristung wurde die Frau schwanger und teilte das dem Unternehmen umgehend mit. Dafür flatterte ihr schon 2 Tage später die Mitteilung ins Haus, dass es nun doch nichts mit der unbefristeten Stelle werde. Da das offensichtlich mit ihrer Schwangerschaft zu tun hatte, wandte sie sich um Hilfe an die Juristinnen im Frauenbüro der AK Oberösterreich. Diese intervenierten bei der Firma und erreichten 3.000 Euro Schadenersatz für die junge Frau.

Rund 1.200 Beratungen, hohe Dunkelziffer

"Alleine im vergangenen Jahr wurden in unserem Frauenbüro 1.200 Beratungsgespräche geführt, in denen es um Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz ging. Die Dunkelziffer liegt mit Sicherheit viel höher. Das ist nicht zu akzeptieren und wir werden uns auch weiterhin im Sinne der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung für diskriminierte Frauen einsetzen – sowohl individuell, als auch auf gesetzlicher Ebene“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.


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