9.1.2018
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Neues Theaterstück „Arbeit, lebensnah“ zeigt hohe Aktualität von zwei Pionierinnen der sozialwissenschaftlichen Forschung

Womit haben Frauen in der Arbeitswelt zu kämpfen? Wie wirkt sich Arbeitslosigkeit auf die Menschen aus? Mit diesen Fragen befassten sich 2 Pionierinnen der sozialwissenschaftlichen Forschung in Österreich: Käthe Leichter (1895 - 1942) und Marie Jahoda (1907 – 2001). Die Schauspielerinnen Anita Zieher und Katrin Grumeth erwecken die beiden Frauen unter der Regie von Sandra Schüddekopf zum Leben. Sie bieten dem Publikum ein packendes Theaterstück mit hochaktuellen Themen. „Arbeit, lebensnah“ - eine Koproduktion von portraittheater und AK-Kultur - wird am 16. Jänner 2018 in der Arbeiterkammer Linz uraufgeführt.

Pionierinnen der Sozialwissenschaft

Käthe Leichter erforschte als erste Leiterin des Frauenreferats der Arbeiterkammer Wien die Arbeitsbedingungen von Frauen, unter anderem von Industriearbeiterinnen. Sie erreichte viele Verbesserungen. Marie Jahoda wurde als Autorin der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ weltweit bekannt. Auch im Exil beschäftigte sie sich mit lebensnahen Fragen zum Thema Arbeit. Die Lebenserinnerungen und Erkenntnisse der 2 Pionierinnen bringt portraittheater mit Originalzitaten auf die Bühne.

Arbeitslosigkeit trifft Frauen

Wie brisant die Schwerpunkte von Käthe Leichter und Marie Jahoda unverändert sind, zeigen aktuelle Arbeitsmarktzahlen. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Mit mehr als 46.000 Arbeitsuchenden in Oberösterreich, davon knapp die Hälfte Frauen, und mit einer Vollzeitquote von nicht einmal der Hälfte der Frauen sind der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Eingliederung in die Gesellschaft für viele Betroffene noch immer nicht sichergestellt.“ Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit (in Oberösterreich mehr als 4.500 gemeldete Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren), neben Altersarbeitslosigkeit (in Oberösterreich rund 11.000 Betroffene über 50 Jahre) und Langzeitarbeitslosigkeit sind es Themen wie Lohndumping, der Kampf um einen Mindestlohn, unsichere Arbeitsverhältnisse und Diskriminierung am Arbeitsplatz, die die Lage vieler Beschäftigten prägen.


Frauenmonitor der AK setzt Arbeit fort

Nicht nur das Vorhandensein von Arbeit ist ausschlaggebend, auch die Arbeitsbedingungen, wie sie Jahoda und Leichter schon vor fast 100 Jahren thematisiert haben, sind von größter Bedeutung. „Zunehmender Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung und Misstrauen verhindern Lernprozesse und demokratische Willensbildung“, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Die AK setzt die Arbeit von Käthe Leichter und Marie Jahoda fort - etwa mit dem jährlichen Frauenmonitor - und tritt konsequent für Verbesserungen ein.

Frauenschicksal: vergessen werden?

Trotz ihrer hervorragenden Leistungen sind Käthe Leichter und Marie Jahoda heute einer breiten Öffentlichkeit in Österreich wenig bekannt. Gerade weil ihre Forschungsergebnisse angesichts der Entwicklungen in der Arbeitswelt hohe Aktualität besitzen, laden die AK Oberösterreich und portraittheater dazu ein, diese beiden außergewöhnlichen Frauen kennenzulernen.

Ab Herbst in ganz Oberösterreich

Die Uraufführung des Theaterstücks „Arbeit, lebensnah“ findet am 16. Jänner 2018 um 20 Uhr in der Arbeiterkammer Linz (Volksgartenstraße 40) statt. Weitere Aufführungen am selben Spielort gibt es am 18. und 31. Jänner. Im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz (Römerbergstraße 98) wird „Arbeit, lebensnah“ am 1. März gezeigt. Im Herbst 2018 geht das Stück auf Tournee durch Oberösterreich.

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