3.7.2017
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Alle Jahre wieder: Wohin mit dem Kind im Sommer? AK fordert Ausbau der Sommerbetreuung in Horten und Kindergärten

Berufstätige Eltern haben 25 Urlaubstage im Jahr. Oberösterreichs Einrichtungen für Kinderbetreuung sind aber laut Statistik Austria im Schnitt an 28,1 Arbeitstagen im Jahr geschlossen. Oberösterreichische Horte haben mit 32,3 Arbeitstagen beinahe 6,5 Wochen zu, Krabbelstuben an 27,1 Tagen und Kindergärten an 27,3 Tagen. „Vor allem das Betreuungsangebot im Sommer muss im Interesse berufstätiger Eltern dringend ausgeweitet werden. Im Vorjahr haben mehr als 42 Prozent der 442 oberösterreichischen Gemeinden keine Sommerbetreuung angeboten“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Sommerferien werden zum Kampfplatz

Wie gut sich Beruf und Familie vereinbaren lassen, ist sehr stark vom Angebot an institutioneller Kinderbetreuung abhängig. Besonders in den Sommerferien kämpfen berufstätige Eltern in Oberösterreich damit, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen ihrem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 25 Arbeitstage und den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen gibt und sie häufig keine adäquate Kinderbetreuung in greifbarer Nähe ihrer Wohnsitzgemeinde finden.

Viele berufstätige Eltern klagen in der AK-Beratung darüber, dass ihnen in der Arbeit immer mehr Flexibilität abverlangt wird, während es bei den Öffnungszeiten der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen kaum – beziehungsweise nur in homöopathischen Dosen – Verbesserungen gibt.

Oberösterreich mit vielen Lücken

Die Arbeiterkammer kann zwar keine Kinderbetreuungseinrichtungen schaffen, zeigt aber mit der Veröffentlichung ihres Kinderbetreuungsatlas (verlinken) regelmäßig die Lücken in Oberösterreich auf und macht so Druck auf die politisch Verantwortlichen, die Situation zu verbessern. „Nicht jede Gemeinde muss eine eigene Sommerbetreuung anbieten. Es gibt aber gelungene Praxis-Beispiele, die zeigen, dass Gemeinden bei entsprechendem Willen kooperieren und ein gemeinsames Angebot schaffen können, das dem Bedarf der berufstätigen Eltern entspricht“, sagt der AK-Präsident.

Darüber hinaus setzt sich die AK dafür ein, dass der Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung in Oberösterreich dort geschieht, wo es am dringendsten notwendig ist. Neben der Sommerbetreuung gibt es Defizite vor allem beim Angebot für Unter-Dreijährige und an „vollzeittauglichen“ Öffnungszeiten.     

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