16.4.2018
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Großes Engagement von Jugendlichen bei Eröffnung des Hermann-Langbein-Symposiums in der AK Linz

In der AK Linz wurde heute das Hermann-Langbein-Symposium eröffnet, das bis 20. April hochwertige Referate und Diskussionen zum Nationalsozialismus und seinen aktuellen Bezügen bietet. An der Eröffnung beteiligten sich rund 400 Schüler/-innen und Lehrer/-innen mit mehreren beeindruckenden Präsentationen. Die Begrüßungsrede hielt AK-Vorstandsmitglied Manfred Fadl.

Symposium mit Geschichte

Das jährliche Symposium in der AK Linz ist nach dem Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebenden Prof. Hermann Langbein (1912 – 1995) benannt. 1980 wurde das Symposium von Langbein selbst gegründet. Nach seinem Tod führte es Professor Johannes Schwantner weiter, der heuer im März selbst verstorben ist. Mittlerweile besteht das Hermann-Langbein-Symposium länger als alle anderen Veranstaltungen der Lehrerfortbildung in Österreich. In der AK Linz findet es seit 2012 statt.

Faschismus muss bekämpft werden

„Die politische Bildung an den Schulen ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb bin ich froh über die große Zahl an Jugendlichen, die heute teilnehmen“, betonte AK-Vorstandsmitglied Manfred Fadl bei seiner Begrüßung im Kongresssaal der AK Linz: „Die Erinnerung an die Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft bleibt oberflächlich und sinnlos, wenn wir nicht für heute die richtigen Schlüsse ziehen. Denn leider scheinen viele wieder bereit, Feindbilder zu übernehmen.“

Der bekannte Politikwissenschafter Universitätsprofessor Dr. Anton Pelinka würdigte in seiner Rede die vielfältigen Verdienste von Professor Johannes Schwantner, der das Hermann-Langbein-Symposium mehr als 20 Jahre geleitet hat und vor wenigen Wochen verstorben ist. Dann machte Pelinka deutlich, „was wir von Hermann Langbein lernen können“. Er verwies auf Langbeins tiefe humanistische Überzeugung sowie auf seine Unbeugsamkeit bei der Bekämpfung von Nationalsozialismus und Menschenverachtung. „Langbein ist ein Vorbild für uns, denn auch heute gilt es, faschistische Tendenzen konsequent zu bekämpfen“, sagte Pelinka.

Beeindruckende Schülerpräsentationen

Anschließend bewiesen Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Bundesland mit verschiedenen Präsentationen ihr großes Engagement. Die Berufsschule Kremsmünster stellte bewegende Zeitzeugenbiografien vor. Das BRG Kirchdorf zeigte ein Kurztheater und befragte anschließend Christian Angerer und Maria Ecker zu verschiedene Inhalten ihres Buches „Nationalsozialismus in Oberösterreich. Opfer, Täter, Gegner“.

Die HTBLA Perg präsentierte einen Film mit Interviews zum selben Buch. Die Schüler/-innen des HLW Weyer trugen selbst erarbeitete Poetry-Slam-Texte zum Thema vor.

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schüler/-innen des ORG der Franziskanerinnen Vöcklabruck. Nach der Eröffnung des Symposiums führten die Zeitzeuginnen Professorin Käthe Sasso und Anna Hackl ein spannendes Gespräch mit den Jugendlichen.

Foto in druckfähiger Qualität

Dr. Anton Pelinka und Manfred Fadl mit Schülerinnen beim Hermann Langbein Symposium © Arbeiterkammer Oberösterreich, -

Der Politikwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka (links) und AK-Vorstandsmitglied Manfred Fadl mit Annabelle Oder (2. von links) und Katharina Schönegger, die gemeinsam mit anderen Schülern/-innen des HLW Weyer selbst erarbeitete Poetry-Slam-Texte zum Thema vortrugen.

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