11.9.2017
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Verkehrsverbund-Chaos um Freifahrt scheint noch größer zu sein als bisher zugegeben – AK fordert Abgeltung für bezahlte Fahrten

Seit Wochen wird auch die Arbeiterkammer mit Anrufen bombardiert, weil die Antragstellung für die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt beim OÖ. Verkehrsverbund (OÖVV) nicht funktioniert. Hunderte Beschwerden registrierte die AK bis jetzt – und in den letzten Tagen zusätzlich auch darüber, dass beim OÖVV telefonisch niemand mehr zu erreichen ist. Für die AK ist das ein Zeichen, dass das Chaos noch größer ist, als bisher zugegeben wurde. Die AK fordert daher seitens der Verantwortlichen und der Politik unbürokratische Sofortmaßnahmen zur Behebung der Misere.

Mehr Personal ist notwendig

Erster Schritt: Am dringendsten nötig ist eine personelle Verstärkung des OÖVV-Teams. Mit den bestehenden Ressourcen scheint eine seriöse und ergebnisorientierte Bearbeitung einer derart großen Zahl von Beschwerden nicht möglich zu sein. Die Beschäftigten des OÖVV haben in den letzten Wochen Schwerstarbeit geleistet. Insbesondere die Mitarbeiter/-innen des Kundenzentrums haben sehr viel an Unmut ertragen müssen, obwohl sie die Misere nicht verursacht haben.

Betroffene müssen entschädigt werden

Zweiter Schritt: Die Landespolitik ist am Zug, rasch für unbürokratische Entschädigungen zu sorgen. Alleine bei der AK sind mittlerweile rund 50 Fälle aktenkundig, wo trotz rechtzeitiger Antragstellung für den Freifahrtsausweis jede Fahrt einzeln bezahlt werden musste, weil noch kein Ausweis zugestellt wurde. Auch die Ausstellung vorläufiger Ausweise klappte in vielen Fällen nicht. Das verursacht im Einzelfall Kosten von bis zu 300 Euro pro Monat – und das trotz Rechtsanspruchs auf Freifahrt und eines bereits bezahlten Selbstbehaltes!

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ist erbost: „Es kann nicht sein, dass die Betroffenen, die überhaupt nichts dafür können, auf Zusatzkosten sitzen bleiben. Hier muss eine Abgeltung erfolgen!“

Alte Ausweise müssen länger gelten

Dritte Forderung der AK: Wenn bis Ende September nicht Ordnung ins System gebracht werden kann, müssen die alten Ausweise auch im Oktober noch weiter anerkannt werden.

„Die Geduld der Kundinnen und Kunden wurde mittlerweile genug strapaziert, jetzt sind rasches Handeln und großzügige, unbürokratische Regelungen angesagt“, so AK-Chef Kalliauer.


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