28.9.2017
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Betriebsräte erwarten sehr positive Geschäftsentwicklung - AK-Präsident sieht Spielraum für kräftige Lohnerhöhungen

Oberösterreichs Betriebsratsvorsitzende aus privatwirtschaftlichen Unternehmen prognostizieren eine ausgesprochen positive wirtschaftliche Entwicklung: 85 Prozent gehen von einer eher bis sehr guten mittelfristigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens, in dem sie Betriebsräte/-innen sind, aus.  Dies ist ein Ergebnis der ISW-Betriebsrätebefragung 2017, einer repräsentativen Erhebung. „Kräftige Lohnerhöhungen sind nicht nur möglich, sondern angesichts der enormen Leistungen der Beschäftigten mehr als gerechtfertigt“, fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Drei Viertel haben Gewinn gemacht

Auch das abgelaufene Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Betriebsratsvorsitzenden für die Unternehmen sehr gut: Drei Viertel der Befragten geben an, dass das Unternehmen Gewinne geschrieben hat. Ein Fünftel (21 Prozent) spricht von ausgeglichenen Bilanzen („schwarze Null“ 15 Prozent, „rote Null“ 6 Prozent) und nur 5 Prozent berichten von Verlusten.

Gewinn um jeden Preis, Druck nimmt zu

Einfach nur profitabel zu sein, scheint heute aber nicht mehr zu genügen. Die Frage „Nehmen Sie im Betrieb einen Druck wahr, Gewinne immer weiter zu erhöhen?“ wird von mehr als 80 Prozent bejaht. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten sagt „Ja, auf jeden Fall“ und rund die Hälfte (48 Prozent) „Ja, eher schon“. 14 Prozent antworten mit „Nein, eher nicht“ und 2 Prozent mit „Nein, überhaupt nicht“. Für das Handeln vieler Unternehmen scheint der maximale Gewinn die einzige Richtschnur geworden zu sein.

Arbeitsverdichtung: Immer mehr in kürzerer Zeit

Der hohe Gewinndruck in den Betrieben macht auch ein anderes Befragungsergebnis verständlich: 58 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden aus gewinnorientierten Betrieben geben an, sich in den letzten 12 Monaten eher bis sehr intensiv mit Arbeitsverdichtung auseinandergesetzt zu haben.

„Die Arbeit braucht wieder ein gesundes Maß. Deshalb müssen der Arbeitsverdichtung, die immer mehr Menschen krank macht, endlich klare Grenzen gesetzt werden“, betont AK-Präsident Kalliauer.

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