16.7.2017
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Zuerst monatelang kein Entgelt, dann unbegründet gefeuert: AK klagte für Bewacher mehr als 8.600 Euro ein

3 Monate lang arbeitete ein Mann aus dem Bezirk Grieskirchen als Bewacher für eine Sicherheitsfirma mit Sitz in Salzburg. Treu verrichtete er seine Dienste, obwohl ihm die Firma nie seinen Lohn bezahlte. Als der Arbeiter finanziell völlig am Ende war und er schließlich seinen Dienstgeber schriftlich aufforderte, die offenen Ansprüche zu bezahlen, kam von diesem per SMS eine sofortige fristlose Entlassung. Die AK stellte rasch klar, dass diese nicht gerechtfertigt war und klagte mehr als 8.600 Euro offenes Entgelt ein.

Mit SMS kam fristlose Entlassung

Wochenlang wartete der Bewacher auf sein erarbeitetes Geld, am Ende war er völlig pleite. Auch von der Bank bekam er keinen Kredit. Der Firma kündigte er an, einen berechtigten sofortigen Austritt zu machen, sollte sie die offenen Zahlungen nicht rasch überweisen. Doch anstatt zu zahlen, schickte die Firma dem Mann ein SMS: Sein Arbeitsverhältnis sei mit sofortiger Wirkung beendet.

Erst Exekutionsverfahren brachte Geld

Hilfe fand der Mann bei der AK: Diese stellte fest, dass es für eine Entlassung keinen Grund gab und forderte die Firma auf, die Ansprüche wie bei ordnungsgemäßer Kündigung zu bezahlen: den Lohn für 3 Monate, Kilometergeld, Urlaubsersatzleistung und Kündigungsentschädigung. Aber noch immer zahlte die Firma nicht. Also klagte die AK über das Arbeits- und Sozialgericht die Ansprüche ein – doch weiterhin blieb die Firma dem Mann sein Geld schuldig. Erst nach einem Exekutionsverfahren durch das Bezirksgericht Salzburg kam der Mann endlich zu seinem Geld – 8.654 Euro.

Rechtsschutz der AK ist wichtig 

„Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig der kostenlose Rechtsschutz für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist. Denn das Risiko, die offenen Ansprüche über einen privaten Anwalt einzuklagen, hätte der Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht tragen können“, sagt AK-Präsident  Johann Kalliauer.

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