22.3.2018
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AK-Präsident Kalliauer zur Einschränkung der Altersteilzeit: Unsoziale und unsinnige Budgetsanierung auf Kosten Älterer

Binnen kürzester Zeit kürzt oder streicht die Bundesregierung alle Instrumente zur Förderung der Beschäftigung Älterer. Nach dem Stopp für die Aktion 20.000 und nach den Kürzungen im Förderbudget des AMS bei den Älteren will die Regierung nun auch den Zugang zur Altersteilzeit erschweren. „Anstatt, wie versprochen, bei sich selbst zu sparen, brummt die Regierung die Lasten ihres eigenwilligen Budgetsparkurses den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf“, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Die Pläne der Bundesregierung sind arbeitsmarktpolitisch unsinnig und unsozial!“

Mehr Arbeitslose durch Regierungspolitik?

Der leichte Rückgang bei der Altersarbeitslosigkeit ist nur dem wirkungsvollen Einsatz bisher bewährter arbeitsmarktpolitischer Instrumente – wie etwa der Aktion 20.000 und speziellen Förderungen für Ältere – im Zusammenspiel mit der guten Konjunktur zu verdanken. Mit dem Wegfall geförderter Beschäftigungsmöglichkeiten und dem erschwerten Zugang zur Altersteilzeit droht nun wieder ein weiterer Anstieg der Altersarbeitslosigkeit – insbesondere, wenn 2019/2020 das Wirtschaftswachstum wieder schwächer wird.

Was tun mit kranken Arbeitnehmern?

Steigen wird auch die Zahl der Bezieher/-innen von Reha-Geld, denn für etliche Arbeitnehmer/-innen mit gesundheitlichen Problemen bot die Altersteilzeit die einzige Möglichkeit, bis zur Pension weiterzuarbeiten. Künftig werden Beschäftigte mit gesundheitlichen Problemen entweder den Job ganz verlieren, das Stundenausmaß reduzieren müssen (ohne Ausgleich der damit verbundenen finanziellen Einbußen) oder bis zur endgültigen Invalidität weiterarbeiten.

Regierung agiert kurzsichtig

„Wie sich die Regierung ein längeres Arbeiten und damit eine Anhebung des effektiven Pensionsantrittsalters vorstellt, ist mir angesichts solcher Maßnahmen schleierhaft“, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Kurzsichtigkeit der Regierung. Veränderungen bei der Altersteilzeit würden ergänzende und ausgleichende Maßnahmen in anderen Bereichen erfordern: etwa ein wirksames Bonus-Malus-Modell als Anreiz für Betriebe, ältere Mitarbeiter/-innen zu beschäftigten sowie Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit und damit der Arbeitsfähigkeit der Menschen bis zum Pensionsalter.

Leistungsträger werden in Stich gelassen

„Kanzler und Vizekanzler betonen immer wieder, man müsse mehr für die sogenannten Leistungsträger tun. Die Anhebung der Altersgrenze für die Altersteilzeit trifft aber genau jene Menschen, die am meisten leisten: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die jahrzehntelang hart gearbeitet haben und nun von der Regierung im Stich gelassen werden“, so Kalliauer.

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