11.2.2018
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Abfertigung verweigert - AK musste Exekutor einschalten, damit Arbeitnehmer die ihm zustehenden 37.000 Euro bekam

Immer wieder versuchen Arbeitgeber, langjährige Mitarbeiter/-innen um die zustehende Abfertigung zu prellen. Oft geht es dabei um sehr hohe Beträge. In einem besonders aufwändigen Fall konnte die Arbeiterkammer mehr als 37.000 Euro für einen Arbeitnehmer erstreiten.

Bereichsleiter bekommt Abfertigung nicht

Mehr als 14 Jahre lang war der Mann bei einer Elekronikfirma im Bezirk Linz-Land beschäftigt, zuletzt als Bereichsleiter. Dann wurde er vom Arbeitgeber gekündigt. Die zustehende Abfertigung wurde zwar abgerechnet, aber nie ausgezahlt. Deshalb wandte sich der Arbeitnehmer um Hilfe an die AK. Als diese intervenierte, sagte der Arbeitgeber zwar schriftlich die Zahlung der offenen Ansprüche zu. Auf das Geld wartete der Ex-Mitarbeiter aber weiterhin vergeblich.

Arbeitgeber wird gepfändet

Also ging die AK vor Gericht. Dort wiederholte sich das gleiche Spiel: Der Arbeitergeber erhob keinen Einspruch gegen die Forderung, wurde zur Zahlung verurteilt, zahlte aber nicht. Der AK blieb nichts anderes übrig, als einen Exekutionsantrag zu stellen. Der Exekutor musste Wertgegenstände des Arbeitgebers pfänden und versteigern, um daraus die Ansprüche des Arbeitnehmers und die Gerichtskosten bestreiten zu können.

War es eine "vorsätzliche Kündigung"?

Nach 15 Jahren im Unternehmen steigt im alten System der Abfertigungsanspruch um 2 Monatsentgelte. Weil der Arbeitnehmer nach genau 14,5 Jahren gekündigt worden ist, liegt der Verdacht nahe, dass die Kündigung genau aus diesem Grund erfolgt ist.

„Solche Fälle tauchen leider immer wieder in unserer Rechtsberatung auf. Dass in diesem Fall der Unternehmer seinem langjährigen Mitarbeiter die Abfertigung zur Gänze vorenthalten wollte, ist aber besonders verwerflich. Es freut mich daher sehr, dass wir unserem Mitglied zu seinem Geld verhelfen konnten“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

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