15.5.2018
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Arbeiterkammer Oberösterreich legt Rechnung: Solide Finanzen sichern Leistungsangebot der Zukunft

Auch 2017 hatte der AK-Rechtsschutz wieder viel zu tun: In mehr als 300.000 Fällen konnte die AK ihren Mitgliedern Hilfe und Unterstützung bieten. Dabei erkämpfte sie allein im Arbeits- und Sozialrecht die Summe von 70 Millionen Euro. Der Sachaufwand der AK blieb durch konsequentes Sparen um 15 Prozent unter den im Budget veranschlagten Zahlen.

AK erkämpft 70 Millionen Euro 

Bei einem mittleren Einkommen lag der Mitgliedsbeitrag der AK Oberösterreich 2017 bei 7,23 Euro netto pro Monat. Die Zahl der Mitglieder ist im Vorjahr auf 655.000 gestiegen. Rund ein Fünftel davon zahlt keine Beiträge. Die Einnahmen aus der Kammerumlage betrugen im Vorjahr 81,8 Millionen Euro. 

Der größte Teil des Geldes wurde erneut für Arbeits- und Sozialrechtsberatung, für Konsumentenberatung sowie für Bildung aufgewendet. Rund 70 Millionen Euro hat die AK 2017 in Arbeitsrechts-, Sozialrechts- oder Insolvenzverfahren für Mitglieder erkämpft. Werden alle Leistungen der AK Oberösterreich in Geld bewertet, fließen für jeden Euro Kammerumlage bis zu drei Euro an die Beschäftigten zurück.

Große Nachfrage nach AK-Angebot

„Wir arbeiten konsequent an der Optimierung unseres Leistungsangebotes“, sagt AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA. Die Nachfrage ist groß: Beispielsweise gab es im Vorjahr 3,2 Millionen Zugriffe auf die benutzerfreundliche AK-Homepage. Mehr als 21.000 Mal wurde die Online-Bibliothek genutzt. Und 7.000 Mitglieder haben 2017 den AK-Bildungsbonus zur Unterstützung beruflicher Bildungsmaßnahmen in Anspruch genommen. Die im vergangenen Juli eröffnete neue Bezirksstelle in Traun bringt die Leistungen der Arbeiterkammer noch näher an Zehntausende Mitglieder im Bezirk Linz-Land.

Auch Betriebs- und Verwaltungsaufwand unter Budget 

„2017 war ein außergewöhnliches Jahr, auch was unsere Einnahmen betrifft. Durch die gute Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit gesunken, die Zahl der Mitglieder stark gestiegen. Real ist die Umlage damit um 2,3 Prozent gestiegen. Das erlaubt uns, für dringend notwendige Investitionen vorzusorgen. Unsere Investitionsrücklage hat zwar noch nicht das Niveau wie vor dem Umbau unseres Bildungshauses Jägermayrhof erreicht. Aber wir stehen vor großen Herausforderungen, um auch weiterhin vor Ort bei unseren Mitgliedern flächendeckend präsent sein zu können“, betont AK-Direktor Moser. „Wir wollen dabei keine Schulden machen müssen.“

2017 konnte die AK Oberösterreich trotz der Top-Qualität ihrer Leistungen wieder große Sparerfolge verzeichnen: Der Betriebs- und Verwaltungsaufwand unterschritt die Budgetzahlen um acht Prozent, der Sachaufwand sogar um 15 Prozent! Ein Teilaspekt von letzterem sind die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit der AK. Vor allem durch die Verbesserung der Versandwege – wesentlich mehr elektronische Post – fielen diese Kosten im Vorjahr um vier Prozent niedriger aus als im Budget vorgesehen.  

Heute, am 15. Mai, legte der AK-Direktor den Mitgliedern der AK-Vollversammlung – also dem Arbeitnehmerparlament – den Rechnungsabschluss 2017 vor. Er wurde von der AK-Vollversammlung einstimmig genehmigt.

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