29.9.2020

Kalliauer: Nach Er­höhung der Zu­verdienst­grenze bei Familien­beihilfe auch Erhöhung bei Studien­förderung not­wendig

Kürzlich hat der Ministerrat die Erhöhung der jährlichen Zuverdienst­grenze für die Familien­beihilfe von derzeit 10.000 auf 15.000 Euro beschlossen. Diese Regelung hilft Studierenden, weil sie dazu­verdienen können, ohne dass sie die Beihilfe verlieren. Das ist aber nach Ansicht der Arbeiter­kammer Oberöster­reich noch zu wenig. Auch die Zuverdienst­grenze bei der Studien­förderung - derzeit ebenfalls 10.000 Euro - muss angepasst werden. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Es wäre absurd, wenn es 2 unter­schiedliche Einkommens­grenzen gibt.“

Studieren: eine Frage des Geldes

Das neue Studien­jahr beginnt in Kürze. Doch für viele angehende Akademiker/-innen ist die Finanzier­barkeit des Studiums eine große Hürde. Die Familien­beihilfe ist nach wie vor die wichtigste und oftmals auch einzige Förderung, die sie bekommen. Denn von der Studien­förderung sind viele ausgeschlossen.

Zuverdienst­grenze erhöhen

Die neuen Zahlen der neuen Studierenden­sozialerhebung zeigen, dass zwar durch die Reform der Studien­förderung im Jahr 2017 die Höhe der ausbezahlten Studien­förderung kurzfristig gestiegen ist, aber nicht die Zahl der Bezieher/-innen. Deshalb sind nach wie vor viele Studierende auf einen Job angewiesen, um ihre Ausbildung finanzieren zu können. „Umso mehr braucht es auch eine Erhöhung der Zuverdienst­grenze beim Stipendium“, so Kalliauer.

Außerdem fordert Kalliauer eine automatische jährliche Inflations­anpassung bei der Studien­förderung: „Jahr für Jahr knabbert die Inflation die Stipendien­höhe an und die letzte Erhöhung im Jahr 2017 wird von der Preis­steigerung schon wieder ‚aufgefressen‘.“

Die Sozial­erhebung hat außerdem gezeigt, dass das Durchschnitts­alter der österreichischen Studierenden - vor allem aufgrund des hohen Anteils an Studierenden, die nicht gleich nach der Matura mit einem Studium beginnen - bei 27 Jahren liegt: „Die derzeitigen Instrumente zur Studien­förderung werden mit Ausnahme des Selbsterhalter-Stipendiums dieser Tatsache nicht gerecht“, kritisiert der der AK-Präsident und fordert auch eine deutliche Anhebung der Alters­grenze bei der Studien­förderung.

AK Stipendien­rechner nutzen

Ob Studien­förderung bezogen werden kann, lässt sich ganz einfach und unkompliziert mit dem Online-Stipendien­rechner der Arbeiter­kammer herausfinden. Dieses kostenlose AK-Angebot verzeichnete im letzten Jahr mehr als 110.000 Zugriffe:  www.stipendienrechner.at

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