23.08.2021

AK-Präsident Kalliauer: „Zentralisierung der Finanz­ämter ist ein Fehl­schlag – Aus­rede Corona-Krise ist einfach lächerlich“

Die türkis-blaue Regierung setzte die Zentralisierung der Finanzämter mit 1. Juli 2020 um. Dabei wurden aus 40 Finanzämtern, die regional verankert waren, nur noch 2 Behörden mit bundesweiter Zuständigkeit geschaffen – das Finanzamt Österreich und das Finanzamt für Großbetriebe. Alle Warnungen, dass es Nachteile für all jene geben werde, die außerhalb Wiens zuhause sind, wurden damals von ÖVP und FPÖ ignoriert. Rund 100 Beschwerdefälle bei der Volksanwaltschaft bestärken die Kritik.

Warten auf Familien­beihilfe

Zahlreiche Beschwerden über Wartezeiten von vielen Monaten auf die Auszahlung der Familienbeihilfe bestätigen nun die damaligen Befürchtungen. Auch in der Arbeiterkammer Oberösterreich trafen zahlreiche Beschwerden ein. „Von Effizienz keine Spur! Auch Fachwissen wurde aus den Regionen abgezogen, Beschäftigte in den regionalen Dienststellen können die Betroffenen nur vertrösten. Und auf der Strecke bleiben jene, die das Geld so dringend brauchen!“, ärgert sich AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. 

Monate­langes Warten

Ganz besonders betroffen von diesen monatelangen Verzögerungen sind Kinder, die – aufgrund einer Behinderung – einen Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe haben. Auch Studierende, die einen Studienerfolg nachweisen müssen, und zugezogene Familien, die in Österreich arbeiten und mit ihren Kindern hier leben, geht es um nichts besser. Solange der Bescheid für die Zuerkennung fehlt, hängen vielfach auch andere Leistungen mit dran, die für viele Familien, aber auch Alleinerziehende, unbedingt notwendig sind – etwa der Freifahrtsschein, der Familienzuschlag beim Arbeitslosengeld oder die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes. 

Zentralisierung: ein Fehl­schlag

„Diese Zentralisierung ist ein völliger Fehlschlag! Es muss sofort wieder auf eine kundenorientierte, regional voll zuständige und vor Ort kompetente Beratung umgestellt werden!“, fordert Präsident Kalliauer. Bereits im März 2021 wurde eine parlamentarische Anfrage dazu eingebracht, aber Finanzminister Blümel scheint das nicht sonderlich zu beschäftigen. Auch die Arbeiterkammer hat bereits öffentlich darauf aufmerksam gemacht. „Er versteht wohl die Sorgen jener Familien nicht, die jeden Euro umdrehen müssen, um ihr Leben finanzieren zu können. Sich jetzt auf Corona rauszureden, ist geradezu lächerlich. Blümel muss endlich zugeben, dass diese Zentralisierung auf Kosten der Familien geht und darum muss sie dringend wieder geändert werden“, so Kalliauer.

Diese Zentralisierung ist ein völliger Fehl­schlag! Es muss sofort wieder auf eine kunden­orientierte, regional voll zu­ständige und vor Ort kompetente Beratung um­gestellt werden!“ 

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

Kontakt

Kontakt

Redaktion
Volksgartenstraße 40, 4020 Linz
TEL: +43 50 6906 2180
E-MAIL: redaktion@akooe.at

Folgen Sie uns auf twitter
Liken Sie uns auf Facebook


Diese Zentralisierung ist ein völliger Fehl­schlag! Es muss sofort wieder auf eine kunden­orientierte, regional voll zu­ständige und vor Ort kompetente Beratung um­gestellt werden!“ 

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

  • © 2021 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum