06.09.2018

Überstunden nicht bezahlt, Löhne schuldig geblieben: Mit Hilfe der AK bekamen Küchenchef und Koch 12.000 Euro Nachzahlung

Nicht bezahlte Überstunden sind ja im Gastgewerbe keine Seltenheit. Da lässt man sich vielleicht noch auf „später“ vertrösten. Als die Chefin zuletzt aber überhaupt keinen Lohn mehr zahlte, hatten 2 Arbeitnehmer aus Linz genug. Die Arbeitsverhältnisse wurden einvernehmlich aufgelöst, die Männer wandten sich an die Arbeiterkammer. Mit deren Hilfe bekamen die beiden schließlich fast 12.000 Euro nachbezahlt. 

8 Monate arbeitete der eine der beiden Männer als Küchenchef in dem Gastronomiebetrieb, 2 Monate war der andere als Koch beschäftigt. Vor allem der Küchenchef musste in den ersten Monaten seiner Beschäftigung zahlreiche Überstunden leisten, bezahlt wurden sie nicht. Schließlich wurden gar keine Löhne mehr überwiesen, die Gastwirtin drängte zu einer einvernehmlichen Auflösung der Arbeitsverhältnisse. Doch auch nach der Auflösung kam immer noch kein Geld. Die offenen Löhne für die beiden letzten Monate, anteilige Sonderzahlungen und Urlaubsersatzleistung sowie im Falle des Küchenchefs mehr als 90 Überstunden bezahlte die Arbeitgeberin nicht.

Erst nach einer Intervention der Arbeiterkammer Linz bekamen die beiden Arbeitnehmer alle ihre Ansprüche bezahlt – insgesamt fast 12.000 Euro netto. „Durch unbezahlte Über- und Mehrarbeitsstunden haben die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergangenes Jahr rund 1 Milliarde Euro verloren“, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Den Betroffenen rät er, genaue Arbeitszeitaufzeichnungen zu führen.

"DURCH UNBEZAHLTE ÜBER- UND MEHRARBEITSSTUNDEN HABEN DIE ÖSTERREICHISCHEN ARBEITNEHMERINNEN UND ARBEITNEHMER IM VORJAHR RUND EINE MILLIARDE EURO VERLOREN. BESCHÄFTIGTE SOLLTEN AUF JEDEN FALL GENAU AUFSCHREIBEN, WANN UND WIE LANGE SIE ARBEITEN."

Dr. Johann Kalliauer

AK-Präsident

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