26.10.2018

Neues Projekt von AK, WK und Industriebetrieben in Oberösterreich bringt mehr Jugendliche in Ausbildung 

Ein wichtiger Schritt für ihre berufliche Zukunft ist 9 Jugendlichen aus den Regionen Wels, Linz und Steyr gelungen: Sie haben die Prüfung zur „Teilqualifikation“ in einem Metallberuf erfolgreich abgelegt. Damit haben sie nun trotz Lernschwäche die Chance auf einen Lehrabschluss. Die „Teilqualifikation“ ist eine neue oberösterreichische Initiative gegen den Fachkräftemangel, die von AK, WK und Lehrbetrieben initiiert worden ist.

Anstoß aus Betrieben

Industriebetriebe aus den Bezirken Wels-Land, Linz-Land und Steyr sind vor 3 Jahren an AK und WK herangetreten – mit dem Anliegen, ein Ausbildungsmodell für Jugendliche mit Lernschwächen zu schaffen. Es ging dabei vor allem um junge Menschen, die bisher keine Chance auf einen Lehrabschluss hatten.

Jugendliche zu fördern bringt allen etwas

Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und die betreffenden Industriebetriebe haben sich schließlich auf das Modell der „standardisierten Teilqualifikation“ geeinigt. Das Ministerium hat zunächst 4 Durchgänge dieser Ausbildung in Oberösterreich genehmigt. 
Der erste Durchgang wurde soeben abgeschlossen. 9 Jugendliche wurden 2 Jahre lang in staatlich ausgezeichneten Betrieben in einem Metallberuf ausgebildet, die Berufsausbildungsassistenz und die Caritas haben die Burschen mit Förderunterreicht durch die betriebliche Ausbildung und durch die Berufsschule begleitet. Diese wiederum hat sich entsprechend auf die Förderung der betreffenden Jugendlichen eingestellt – etwa durch besondere Angebote in Deutsch und Mathematik.

Alle haben bestanden

Trotz Lern- und Sprachschwierigkeiten haben inzwischen alle 9 Teilnehmer die Berufsschule positiv absolviert und auch ihre Ausbildungsmodule in den Betrieben erfolgreich abgeschlossen. 6 von ihnen sogar mit „gutem Erfolg“. 7 der Jugendlichen werden von den Betrieben sofort in ein Lehrverhältnis übernommen, für die anderen besteht die Möglichkeit, über das Modell „Du kannst was“ zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls ihren Lehrabschluss zu machen. 

Folgende Betriebe haben sich an dem Projekt beteiligt:

  • Trumpf Maschinenbau in Pasching
  • Starlim/Sterner in Marchtrenk
  • Greiner in Kremsmünster
  • Weber Hydraulik in Losenstein
  • Wacker Neuson in Hörsching. 

Der nächste Durchgang des neuen Projekts Teilqualifikation ist bereits gestartet. 

Fachkräfte selbst ausbilden

Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Das neue Modell zeigt sehr gut, dass es auch für Jugendliche, die ohne Hilfe keine Berufsausbildung schaffen würden, Wege gibt. Vorausgesetzt alle Beteiligten – Betriebe, Schulen, Sozialpartner und auch Gesetzgeber – ziehen an einem Strang und haben den Willen dazu. Kein junger Mensch darf bei der Berufsausbildung auf der Strecke bleiben! Nur so können wir dem viel beklagten Fachkräftemangel entgegentreten.“

Voraussetzung ist: Alle Beteiligten, Betriebe, Schulen, Sozialpartner und auch Politik, ziehen an einem Strang und haben den Willen dazu. Kein junger Mensch darf bei der Berufsausbildung auf der Strecke bleiben! Nur so können wir dem viel beklagten Fachkräftemangel entgegentreten.

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