13.06.2019

Sexu­elle Be­lästi­gung unter Ar­beits­kolle­ginnen: AK er­reicht 2.000 Euro Scha­den­ersatz für Ar­beite­rin

9 Monate lang ar­beitete eine Ober­öster­reiche­rin in einem Salz­burger Betrieb. Dass dort ein rauer Ton herrschte, das hätte sie noch ver­kraftet, sagte die Frau. Dass sie von ihrer Vor­gesetz­ten aller­dings mehr­fach be­grapscht und mit sexuel­lem Unter­ton be­leidigt wurde, das war ihr dann doch zu viel. Als sie sich be­schwer­te, wur­de die Ar­beite­rin gekündigt. Mit Hilfe der Ar­beiter­kammer Ober­öster­reich bekam sie von der Vor­gesetz­ten 2.000 Euro Scha­den­ersatz für die sexuelle Be­lästi­gung. „Sexuelle Be­lästi­gung am Ar­beits­platz darf nicht ge­duldet werden, egal, ob sie von einem Mann oder von einer Frau kommt“, sagt dazu AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Von Vor­ge­setzter be­grapscht

Es habe ein derber Um­gangs­ton ge­herrscht, da habe sie sich eben an­passen müssen, schil­derte die Frau ihren Leidensweg. Sie sei auf den Job existen­ziell an­ge­wiesen ge­wesen. Doch dass ihre Vor­ge­setzte sie mehr­fach an den Brüsten be­grapsch­te, ihr auf den Hin­tern klopfte und sie mit sexuell ab­werten­den Aus­sagen beleidigte, das wollte die Ar­beit­nehme­rin nicht ein­fach hin­nehmen. Sie machte mehr­mals darauf auf­merk­sam, dass dieses Ver­halten un­ange­messen sei, doch die Kol­legin hörte nicht damit auf. Als sie sich offiziell bei der Firmen­leitung be­schwer­te, wurde sie ge­kündigt. 

Die Arbeit­nehme­rin wandte sich darauf­hin an die Ar­beiter­kammer, die in einem ge­richt­lichen Vergleich 2.000 Euro Schaden­er­satz für die Frau erreichte. Detail am Rande: Es wurde auch die „Täterin“ gekündigt.

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