16.03.2021

Schulabbrüche verhindern: Ar­beiterkammer fordert mehr Unterstützung für Eltern beim Finanzieren von Schul­- und Heimkosten

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert eine kräftige Erhöhung der staatlichen Schul- und Heimbeihilfe sowie die massive Ausweitung des Bezieherkreises. „Das ist längst überfällig, weil Förderungen schon jahrelang nicht mehr erhöht wurden. Viele Eltern haben überdies jetzt in der Corona-Krise große finanzielle Herausforderungen zu bewältigen“, appelliert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer an die po­litischen Entscheidungsträger/-innen. 2 Online-Angebote der Arbeiterkammer Oberösterreich unterstützen Eltern, wenn sie ihre Ansprüche berechnen wollen oder Heimplätze suchen.

Gleiche Chancen für alle jungen Menschen – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der eigenen Eltern – ist ein wichtiges Ziel ambitionierter Bildungspolitik. Doch davon ist die österreichische Schulpolitik leider meilenweit entfernt. Denn nach wie vor wird Bildung in Österreich zu einem gro­ßen Teil vererbt.

Schul- und Heimbeihilfe seit fast 15 Jahren nicht mehr erhöht!

Der Staat unterstützt heute Eltern und Kinder aus Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen weniger denn je. Die staatliche Schul- und Heimbeihilfe zur Unterstützung von Schüler/-innen aus einkommensschwachen Haushalten wurde zuletzt im Jahr 2007 (!) erhöht. Die maximale Schulbei­hilfe beträgt immer noch lediglich höchstens 94 Euro pro Monat, die Heimbeihilfe höchstens 115 Euro pro Monat.

Immer weniger Personen können staatliche Beihilfe in Anspruch nehmen, weil die Einkommensgrenzen für den Bezug auch nicht angepasst wurden. „Viele Eltern stehen gerade in der pandemiebedingten Krise vor großen sozialen und finanziellen Herausforderungen. Beispielsweise verrechneten private Heimbetreiber teilweise die vollen Heimkosten, obwohl der reguläre Schulbetrieb ausgesetzt war. Lassen Sie diese Menschen nicht noch länger im Regen stehen, Herr Bildungsminister!“, appelliert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer an den zuständigen Minister. „Eine rasche und deut­liche Erhöhung der Schul- und Heimbeihilfe sowie eine spürbare Ausweitung des Bezieherkreises sind längst überfällig.“

Ausbildungswahl fördern und Bildungs­abbruch verhindern

Aus zahlreichen Anfragen und Kontakten mit Eltern weiß die Arbeiterkammer um die Probleme, die viele Eltern mit den Ausbildungskosten ihrer Kinder haben, insbesondere dann, wenn zu den üblichen Kosten noch Gebühren für Schülerheime oder andere Wohnkosten beim Besuch auswärtiger Schulen hinzukommen. Viele Bildungswünsche junger Menschen scheitern schlicht aus finanziellen Gründen. „Junge Leute aus Familien mit geringerem Einkommen haben punkto Ausbildung eindeutig weniger Optionen und können ihre Ausbildung daher auch weniger leicht als andere nach ihren Interessen und Talenten wählen. Dieser Umstand erhöht die Wahrscheinlichkeit, spätere Ausbildungen abzubrechen. Hier muss der Staat dringend eingreifen und für Chancengerechtigkeit sorgen“, mahnt Kalliauer.

AK hilft online: Beihilfe berechnen und Heim­platz finden

Um selbst den individuellen Anspruch auf staatliche Schul- und Heimbeihilfe berechnen zu können, bietet die AK Oberösterreich unter www.schulbeihilfenrechner.at Online-Hilfe an. Zudem hat sie unter www.heimdatenbank.at Österreichs größte Wohnheimdatenbank für Schüler/-innen, Lehrlinge und Studierende eingerichtet.


Viele Eltern stehen gerade in der pandemiebedingten Krise vor großen sozialen und finan­ziellen Heraus­forderungen. Lassen Sie diese Menschen nicht noch länger im Regen stehen, Herr Bildungsminister!

dr. johann kalliauer

AK-PRÄSIDENT

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Viele Eltern stehen gerade in der pandemiebedingten Krise vor großen sozialen und finan­ziellen Heraus­forderungen. Lassen Sie diese Menschen nicht noch länger im Regen stehen, Herr Bildungsminister!

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