07.10.2020

Mehr als ein Jahr nach Präsentation der Krankenhaus-Studie: Expertise der Arbeiter­kammer OÖ nach wie vor nicht gefragt

Im Juni 2019 präsentierte die Arbeiterkammer Oberösterreich die von ihr durchgeführte Krankenhaus-Studie und bot damals an, bei einer Zukunftsstrategie für die Spitäler ihr Fachwissen einzubringen. Das lehnte das Land Oberösterreich ab. Auch Zusagen, im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG) Faktoren für die Arbeitsqualität gemeinsam mit der Arbeiter­kammer erarbeiten zu wollen, wurden nicht eingehalten.

„Damit unsere Krankenhäuser auch in Zukunft ihren Versorgungsauftrag wahrnehmen können und Gesundheitsberufe attraktiv bleiben, braucht es eine landesweite Strategiegruppe, die schnell Lösungen erarbeitet“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Mittelfristig müssten die Verantwortlichen dafür sorgen, dass genug Personal vorhanden sei.

AK fordert mehr Personal

Eines kann ganz klar gesagt werden: Die in der AK-Studie erhobenen Forderungen (Ausbau von Nacht- und Wochenenddiensten, Kompensation der Ausfalls­zeiten, Berücksichtigung der Beschäftigtenstruktur, mehr Zeit für Demenzkranke) sind etwas mehr als ein Jahr nach der Präsentation aktueller denn je.

So hat sich etwa beim Personalstand nichts getan. Die Forderung der Arbeiterkammer lautete und lautet noch immer: Aufstockung um 20 Prozent. „Langfristig muss es transparente und gesetzlich verbindliche Personal­berechnungsmodelle geben“, so Präsident Kalliauer. Dazu brauche es eine arbeitswissenschaftliche Bewertung, was die Tätigkeiten aller Berufsgruppen im Krankenhaus betrifft.

Erste Verbesserungen in Spitälern

Positiv ist, dass nach der Präsentation der AK-Studie einige Spitäler erste Schritte in die richtige Richtung gesetzt haben. So wurden in einigen Bereichen mehr Hebammen eingesetzt, dazu gab es vereinzelt neue Nacht­dienstregelungen und Arbeitszeiterhebungen, um die Aufgaben innerhalb der Gesundheitsberufe besser verteilen zu können.

Langfristig muss es transparente und gesetzlich verbindliche Persona­lberechnungsmodelle geben.

dr. johann kalliauer

AK-PRÄSIDENT

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