28.04.2020

Studie­rende bleiben auf Heimplatz­kosten sitzen -  AK fordert Krisen­hilfe über die Heim­träger 

In der AK Ober­österreich gehen derzeit zahlreiche Anrufe und E-Mails zu den Heim­platz­kosten ein. Weil der Hoch­schul­betrieb wegen der Corona-Krise auf digitale Angebote umgestellt ist, werden viele Heimplätze nicht genutzt. Die Studie­renden und ihre Eltern versuchen deshalb, bei den Heim­trägern eine Reduktion der Kosten zu erreichen. Doch die Heimträger erklären, dazu aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage zu sein. „Die Risiko­abwälzung auf die Studierenden und ihre Eltern ist inakzeptabel“, stellt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fest. Er fordert aber, dass die Heimträger durch staatliche Krisen­hilfe entlastet werden.

Heimplätze kaum genützt

Die Hoch­schulen sind seit Wochen geschlossen, gelehrt wird nur im Netz. Für die meisten Studie­renden wäre es sinnlos, ihre Heim­plätze zu nutzen. Rein juristisch können die Heime die Mieten aber wie bisher verrechnen. Die Heim­träger sind angesichts der Corona-Krise zu keinem Kosten­nachlass verpflichtet. Ihre Argumen­tation, dass ein solcher Nachlass für sie kaum finanzierbar wäre oder zu späteren Miet­erhöhun­gen führen müsste, ist nicht von der Hand zu weisen. Vor einem ähnlichen Problem wie die Studierenden stehen auch Schülerinnen und Schüler mit Heimplätzen.

Regierung kann Problem lösen

„Es kann aber nicht sein, dass die Letzten - in diesem Fall die jungen Leute und ihre Eltern - die Hunde beißen“, betont AK-Präsident Dr. Kalliauer. „Sie können für die Corona-Krise genau so wenig wie die Heim­träger. Deshalb fordern wir, dass die Träger von Studierenden- und Schüler­heimen staatliche Krisen­hilfe erhalten, und dass diese Krisen­hilfe in Form einer weitgehenden Kosten­reduktion an die Betroffenen weitergegeben wird! Die Regierung kann das Problem leicht lösen. Und sie sollte es lösen, denn viele Menschen leiden schon genug unter den Krisen­folgen.“

Die Risikoabwälzung auf die Studierenden und ihre Eltern ist inakzeptabel.

Dr. Johann Kalliauer

AK-Präsident

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Die Risikoabwälzung auf die Studierenden und ihre Eltern ist inakzeptabel.

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