28.12.2018

AKOÖ erkämpfte 6.000 Euro für Gastronomie-Angestellten

Zu Glück wandte sich ein Angestellter nach Kündigung seines Arbeitsverhältnisses bei einem Linzer Gastronomiebetrieb an die Arbeiterkammer um seine Endabrechnung überprüfen zu lassen. Die AK stellte fest, dass mehr als 6.000 Euro fehlten. Der Arbeitgeber bestritt zunächst die Ansprüche, verwickelte sich aber in Widersprüche. Erst als die AK mit einer Klage drohte, lenkte er ein und bezahlte einen Großteil der offenen Ansprüche. Auf die fehlenden 5 Prozent verzichtete der Arbeitnehmer um die Sache endlich zu einem Abschluss zu bringen.

Resturlaub und Entgelt fehlte

Der Arbeitnehmer hatte nach 3 Jahren als Chef de rang (das ist eine Art Oberkellner) bei seiner Arbeitgeberin ordnungsgemäß gekündigt. Die Endabrechnung, die er daraufhin erhielt, kam ihm nicht richtig vor, weshalb er sie bei der Arbeiterkammer Linz überprüfen ließ. Völlig zu Recht, denn die AK-Experten/-innen stellten fest, dass erhebliche Beträge fehlten: Der Arbeitnehmer hatte noch offenen Resturlaub, der ihm nicht ausbezahlt worden war, und die Abmeldung bei der Gebietskrankenkasse war vor dem Ende der kollektivvertraglichen Kündigungsfrist erfolgt, so dass auch noch Entgelt offen war.

Behauptungen ohne Belege

Auf ein Interventionsschreiben der AK antwortete die Chefin, der Arbeitnehmer habe seinen gesamten Urlaub konsumiert. Belegen konnte sie das allerdings nicht. Auch für ihre Behauptung, dass das Arbeitsverhältnis schon früher als vom Arbeitnehmer angegeben zu Ende gewesen sei, weil dieser seine Kündigung schon früher ausgesprochen habe, fehlte jeder Beleg.

Die AK-Rechtsberaterin des Mannes nahm daraufhin mehrmals mit der Arbeitgeberin Kontakt auf, um die Sache außergerichtlich zu bereinigen. Diese weigerte sich aber weiterhin, die offenen Ansprüche anzuerkennen, verstrickte sich dabei aber mehrfach in Widersprüche. Die AK bereitete daraufhin eine Klage vor. Erst da sah die Arbeitgeberin ein, dass ihre Argumentation offensichtlich nicht haltbar war und lenkte ein. Sie überwies dem Arbeitnehmer 95 Prozent der ausstehenden Summe. Um den langwierigen Konflikt endlich abschließen zu können, gab sich der Mann mit dem überwiesenen Betrag zufrieden.

AK schützt vor Willkür

„Dieser Fall zeigt, wie wichtig der kostenlose Rechtsschutz der Arbeiterkammer für ihre Mitglieder ist,“ sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. „Manche Unternehmer legen es offenbar darauf an, eindeutig feststehende Ansprüche so lange abzustreiten, bis die Arbeitnehmer aufgeben. Ohne Rechtsschutz durch die AK wurden wohl viele Betroffene tatsächlich vor dem Risiko einer Klage zurückschrecken und so viel Geld verlieren“.

Dieser Fall zeigt, wie wichtig der kostenlose Rechtsschutz der Arbeiterkammer für ihre Mitglieder ist. Manche Unternehmer legen es offenbar darauf an, eindeutig feststehende Ansprüche so lange abzustreiten, bis die Arbeitnehmer aufgeben.

Dr. Johann Kalliauer

AK-Präsident

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