09.07.2019

AK weist Kritik der Firma Elefantenstark an ihrer Erwähnung im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ zurück

Die Firma Elefantenstark hat auf ihre Erwähnung im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ medial reagiert und versucht, die dort angeführten Daten und Fakten zu relativieren. Die AK bleibt dennoch bei ihrer Einschätzung, weil das Kriterium für die Aufnahme ins „Schwarzbuch“ klar nachvollziehbar ist: Die Zahl der Rechtsfälle, mit denen sich die Rechtsschützer/-innen der AK pro Unternehmen beschäftigen müssen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung betrafen die Firma Elefantenstark 40 Fälle (32 außergerichtlich und 8 laufend), die eben zu dieser Positionierung geführt haben.

Mehr als "einzelne Beschwerden"

Die Firma spricht von „Beschwerden“ einzelner Mitarbeiter/-innen, was für 32 außergerichtlich abgeschlossene Rechtsfälle, in denen die AK-Rechtsexperten/-innen insgesamt mehr als 72.000 Euro erstreiten mussten, doch sehr beschönigend erscheint. Immerhin fehlten Zuschläge für Nacht-, Über- und Mehrstunden, das Entgelt für Wegzeiten und Zehrgelder wurde über längere Zeiträume nicht abgerechnet sowie Differenzen bei Entgeltfortzahlung, Urlaubsentgelt und Endabrechnungen festgestellt. Nicht nachvollziehbar ist allerdings die Kritik des Firmenanwalts, dass im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ „nicht berücksichtigt wurde, ob die Fälle vor Gericht ausgestritten werden mussten“. Im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ wird in einer eigenen Spalte sogar explizit angeführt, dass es sich um 32 außergerichtlich abgeschlossene Erledigungen handelt. Ebenso ist angemerkt, dass die Firma von sich aus Kontakt mit der AK aufgenommen und sich um Verbesserungen bemüht hat (AK Schwarzbuch Arbeitswelt 2019, Seite 13).

AK kämpft für Beschäftigte 

Die AK schätzt durchaus die Bemühungen und Verbesserungsmaßnahmen der Firma in Folge der AK-Intervention (Neuaufstellung des Führungsteams in der Linzer Filiale). Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass weiterhin 3 Fälle offen sind. „Unsere Rechtsschützer werden alles tun, um auch in diesen Fällen eine einvernehmliche Lösung zum Wohle der Betroffenen zu schaffen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

"Unsere Rechts­schützer werden alles tun, um eine ein­vernehm­liche Lösung zum Wohle der Betroffenen zu schaffen."

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

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