21.12.2018

Chef blieb Mitarbeiterin in nur 2 Monaten 4.500 Euro schuldig: Erst nach Klagsdrohung durch die AK bekam die Frau ihr Geld 

4.500 Euro an Gehalt und Zusatzleistungen in nur 2 Monaten hatte ein Arbeitgeber aus dem Bezirk Steyr-Land einer Mitarbeiterin vorenthalten. Zahlungsaufforderungen der Frau ignorierte er hartnäckig. Die Arbeiterkammer musste sich einschalten und der Firma mit einer Klage drohen, damit die Frau zu ihrem Geld kam.

2 Monate Arbeit, kein Lohn

2 Monate lang war eine Arbeitnehmerin aus Linz Vollzeit als Disponentin in einem Güterbeförderungsunternehmen im Bezirk Steyr Land beschäftigt. Mit der Bezahlung gab es von Anfang an Probleme. Deshalb wurde auch das Arbeitsverhältnis nach kurzer Zeit einvernehmlich beendet. Danach wurden die Probleme der Frau allerdings nicht kleiner. Der Arbeitgeber überwies trotz mehrmaliger schriftlicher und mündlicher Aufforderung weder die offenen Gehälter noch die ihr zustehenden anteiligen Sonderzahlungen und die Ersatzleistung für nicht konsumierten Urlaub. Auch Dienstzeugnis stellte er ihr keines aus, und als sie es einforderte, erhielt sie eines, das negative Formulierungen über sie enthielt, was gesetzlich verboten ist.

AK musste mit Klage drohen 

Der Frau blieb nichts anderes übrig, als die Arbeiterkammer um Unterstützung zu bitten. Die AK übernahm ihre Vertretung und forderte die offenen Beträge sowie ein rechtskonformes Dienstzeugnis bei der Firma ein. Zunächst vergeblich. „Die AK musste daher den Druck erhöhen. Erst als wir ihm mit einer Klage gedroht haben, kam der Arbeitgeber zur Vernunft, zahlte der Frau alle offenen Ansprüche nach und stellte ihr ein korrektes Dienstzeugnis aus“, berichtet AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

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