24.11.2021

AK-Voll­versammlung beschließt Budget 2022: Mehreinnahmen fließen in Service­leistungen für die Mitglieder

Die Vollversammlung der Arbeiter­kammer Oberösterreich hat heute den Voranschlag für das Jahr 2022 in Höhe von 102,6 Millionen Euro einstimmig angenommen. Die Einnahmen und Ausgaben steigen gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Millionen Euro beziehungsweise 7 Prozent. Im Zentrum des Budgets stehen die Leistungen für die AK-Mitglieder – so fließen 36 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel in die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung. „Das Budget ist das in Zahlen gegossene Service für unsere Mitglieder – gerade in diesen schwierigen Zeiten können sich die Beschäftigten auf uns verlassen“, sagt AK-Direktorin Andrea Heimberger, MSc.

Mehr Geld für Service­leistungen

Die wirtschaftliche Erholung und die gute Ent­wicklung auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten machen sich im Voranschlag der AK Oberösterreich bemerkbar. Die Einnahmen aus der Kammerumlage steigen im Vergleich zu den Krisenjahren 2020 und 2021 spürbar. Diese Mehreinnahmen fließen fast 1:1 in die Serviceleistungen für die Mitglieder, die krisenbedingt noch häufiger nachgefragt werden als in der Zeit vor der Pandemie.

„Daher haben wir die direkten Leistungen, die unseren Mitgliedern zugutekommen, um eine Million Euro erhöht“, sagt AK-Direktorin Andrea Heimberger, MSc. Für die Beratung und Vertretung im Arbeits- und Sozialrecht veranschlagt die Arbeiterkammer Oberösterreich für das Jahr 2022 fast 37,3 Millionen Euro – das sind 36 Prozent des Gesamtbudgets. Für Bildung, Kultur und Jugend sieht die AK Oberösterreich 16,6 Millionen Euro vor, für den Konsumentenschutz sowie für wirtschaftspolitische und wissenschaftliche Expertise knapp 10,4 Millionen Euro.

Sparsamer Einsatz der Mitglieds­beiträge

„Die Einnahmen der Arbeiterkammer Oberösterreich kommen fast zur Gänze aus den Beiträgen der Mitglieder. Deshalb achten wir strengstens darauf, dass sie zu deren Nutzen sparsam und effizient eingesetzt werden,“ sagt die AK-Direktorin. Im Schnitt macht der Mitgliedsbeitrag knapp 8,00 Euro netto im Monat aus. Dieser niedrige Beitrag für das breite Leistungsangebot ist nur möglich, weil alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer automatisch Mitglied sind. Dadurch können jene, die ein sehr niedriges Ein­kommen haben, in Karenz oder arbeitslos sind, sowie Lehrlinge vom Beitrag befreit werden – dennoch erhalten sie alle Leistungen der Arbeiterkammer kostenlos.

5 Millionen für Ausbildungs­offensive

Ein neuer Schwerpunkt im Voranschlag für 2022 ist eine Ausbildungsoffensive in Oberösterreich. Ziel der Arbeiterkammer ist es, dass jeder junge Mensch eine qualitätsvolle Ausbildung machen kann, um danach in der Arbeitswelt auf einem guten Fundament zu stehen. „Dafür stellen wir 5 Millionen Euro zur Verfügung“, sagt AK-Direktorin Andrea Heimberger, MSc. 

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Direktorin Andrea Heimberger © Wolfgang Spitzbart, Arbeiterkammer Oberösterreich
AK-Direktorin Andrea Heimberger, MSc © Wolfgang Spitzbart, Arbeiterkammer Oberösterreich

Die Einnahmen der Arbeiterkammer Oberösterreich kommen fast zur Gänze aus den Beiträgen der Mitglieder. Deshalb achten wir strengstens darauf, dass sie zu deren Nutzen sparsam und effizient eingesetzt werden

andrea heimberger, msc

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