23.04.2020

AK sponsert Laptops und Tab­lets für Fern­unterricht an Berufs­schulen und fordert Unter­stützung von Bund und Land OÖ

Die Corona-Krise fordert auch Schülern/-innen und Lehrlingen viel Improvisation ab. Weil aktuell kein Unterreicht an den Schulen stattfindet, sind tausende Schüler/-innen auf Laptops und Tablets angewiesen, auf denen nun das Distance-Learning umgesetzt werden soll. Allerdings gibt es zahlreiche Kinder und Jugendliche, die zu Hause die dafür nötige technische Ausstattung nicht zur Verfügung haben. Diese Woche starteten neue Lehrgänge an den oberösterreichischen Berufsschulen im Fernunterricht. Aufgrund der zögerlichen Haltung des Landes springt nun die AK ein und finanziert eine begrenzte Anzahl Tablets und Laptops in Zusammenarbeit mit allen Berufsschulen.

Land ignoriert An­liegen der Lehr­linge

Das Bundesministerium stellt notwendige Endgeräte wie Notebooks oder Tablets nur für Bundesschulen, also nur für die AHS-Unter- und Oberstufe sowie für berufsbildende mittlere und höhere Schulen zur Verfügung. Damit wurde die Ausstattung für Pflichtschüler/-innen (und hier vor allem der Mittelschule) und für Lehrlinge zur Länder- oder Gemeindesache erklärt. Das Land Oberösterreich hat bisher aber so gut wie keine Notwendigkeit gesehen, zu reagieren, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. „Es sollte nicht von der technischen Ausstattung von Kindern und Jugendlichen abhängig sein, ob sie ihr Lern- und Berufsziel erreichen“, so Kalliauer. 

Arbeiterkammer springt in die Bresche

Deswegen springt nun die Arbeiterkammer Oberösterreich ein und finanziert für das Distance-Learning an Berufsschulen Laptops und Tablets in begrenzter Anzahl für jene, die sie benötigen. Die Berufsschulen wurden bereits vor einigen Tagen über das Angebot informiert und kümmern sich nun um die Beschaffung und Verteilung der Geräte an ihre Schüler/-innen. Die Laptops und Tablets bleiben nach Beendigung der Corona-Krise an der Schule. „Die AK will damit einen langfristigen Beitrag zum EDV-unterstützten Lernen leisten“, so Kalliauer.

Das Problem der digitalen Erreichbarkeit ist aber weiterreichend. Neben den Berufsschulen müssen aus Sicht der AK vor allem die (Neuen) Mittelschulen, aber auch die Angebote am Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt unterstützt werden.     

"Es sollte nicht von der technischen Aus­stattung von Kindern und Jugend­lichen ab­hängig sein, ob sie ihr Lern- und Berufs­ziel erreichen."

Dr. Johann Kalliauer

AK-Präsident

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