15.01.2021

Land OÖ und Arbeiter­kammer OÖ schaffen „Corona-Härtefonds“ zur Unter­stützung von Arbeitnehmer und ihren Familien  

Viele Arbeitnehmern/-innen sind durch die Corona-Pandemie besonders gefordert beziehungsweise befinden sie sich aktuell auf Grund von Einkommensverlusten in einer finanziell schwierigen Phase. Um Arbeit­nehmerinnen und Arbeitnehmer zusätzlich zu den Unter­stützungen des Bundes finanziell unter die Arme zu greifen, haben das Land Oberösterreich und Arbeiterkammer Oberösterreich gemeinsam einen eigenen Oberösterreichischen „Corona-Härtefonds für Arbeitnehmer/-innen“ geschaffen (Land Oberösterreich: 4 Mio. Euro/ AK Oberösterreich: 1 Mio. Euro). Dadurch können Arbeitnehmer/-innen, die aufgrund der Corona-Krise arbeitslos sind oder Lohnkürzungen durch Kurzarbeit erfahren haben, mit bis zu 500 Euro pro Person einmalig unterstützt werden.

Arbeitnehmer/-innen können auf der Website des Landes um die Unterstützung ansuchen.

Arbeit­nehmern unter die Arme greifen

„Mit dem „Oberösterreich-Corona-Härtefonds“ verfolgen wir das Ziel, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind, finanziell unter die Arme zu greifen. Fakt ist: Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Heraus­forderungen – aber in Oberösterreich soll keine und keiner im Stich gelassen werden. Der Fonds ist ein weiterer Baustein, um Oberösterreich gemeinsam wieder stark zu machen“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Die Oberösterreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben gerade in den letzten Monaten unter teilweise schwierigsten Be­dingungen Großartiges geleistet. Zigtausende sind allerdings arbeitslos oder in Kurzarbeit geschickt geworden und müssen nun mit deutlich weniger Geld ihren Lebensunterhalt bestreiten. Ihnen jetzt schnell und unbürokratisch zu helfen, ist uns besonders wichtig. Dieser gemeinsame Fonds ist ein wesentlicher Beitrag dazu“, betont Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Wir lassen niemand im Regen stehen!

„Oberösterreich ist ein Leistungs-Bundesland, dessen Wirtschaftsleistung und Erfolg auf dem Fleiß der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fußt. Aufgrund der Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns, sind aber viele Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher nicht in der Lage, ihr Potential für unsere Heimat auszuschöpfen und sind zudem mit teils gravierenden Einkommens­einbrüchen konfrontiert. Mit dem Hilfsfonds greifen wir diesen Leistungsträgern unter die Arme und nehmen ihnen zumindest einen Teil ihrer Sorgen ab. Wir setzen auch ein klares Zeichen, dass sich Leistung in Oberösterreich auszahlt und dass wir niemanden in Regen stehen lassen“ begrüßt Landes­hauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner die gemeinsame Unterstützungsleistung.

Hilfe: schnell und einfach!

 „In Zeiten wie diesen ist eine rasche und unbürokratische Hilfe von besonderer Bedeutung. Für Menschen, die corona-bedingt in eine Notlage geraten, ist jede finanzielle Unterstützung wichtig. Es freut mich besonders, dass in diesem Fonds auch geringfügig Beschäftigte umfasst sind, die sonst keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitsbeihilfe haben. Unsere zentrale Aufgabe muss es jetzt sein, alles zu tun, dass Arbeitslose wieder Beschäftigung  finden und die Kurzarbeit beendet werden kann“, betont Landesrätin Birgit Gerstorfer.

„Durch die Corona-Pandemie sind viele Menschen in Oberösterreich unerwartet und unverschuldet in schwierige finanzielle Situationen gekommen. Der „Corona-Härtefonds für Arbeitnehmer/-innen“ ist ein wichtiger, unbürokratischer Beitrag zur Linderung von akuten Engpässen“, betont Landesrat Stefan Kaineder.

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind

  • unselbständig Erwerbs­tätige, die vor Eintritt der corona­bedingten Arbeitslosigkeit beziehungsweise Kurzarbeit ihren Lebens­unterhalt nahezu ausschließlich aus unselbstständiger Erwerbs­tätigkeit bestritten haben,

  •  in den Monaten Dezember 2020 und Jänner 2021 aufgrund der Corona-Krise arbeitslos sind oder Lohn­kürzungen durch Kurzarbeit erfahren haben,

  • und dadurch ein um mindestens 20 Prozent geringeres Netto­haushalts­einkommen haben.

Wieviel wird gefördert?

Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Pauschalbetrag pro Haushalt gewährt. Das monatliche Netto-Haushaltseinkommen für den genannten Zeit­raum Dezember 2020 und Jänner 2021 darf die nachstehend angeführten Einkommensobergrenzen nicht übersteigen und die Netto-Haushaltseinkommensverringerung muss mindestens den untenstehenden Prozentwerten entsprechen.

 Mindestens 20 Prozent Einkommensreduzierung:

  • Alleinstehende bis € 1.300
  • 2 Personen bis € 2.000
  • jede weitere volljährige erwerbstätige Person  € 1.000
  • jede weitere minderjährige Person € 250

Höhe der Förderung bei mind. 20 Prozent Einkommensreduzierung: (einmaliger Pauschalbetrag)

  • 1 Person im Haushalt: 300€
  • 2 Personen im Haushalt: 400€
  • 3 Personen und mehr: 500€

Mindestens 30 Prozent Einkommensreduzierung:

  • Alleinstehende bis € 1.500
  • 2 Personen bis € 2.400
  • jede weitere volljährige erwerbstätige Person € 1.000
  • jede weitere minderjährige Person € 250

Höhe der Förderung bei mind. 30 Prozent Einkommensreduzierung: (einmaliger Pauschal­betrag):

  • 1 Person im Haushalt: 500 €
  • 2 Personen im Haushalt: 600 €
  • 3 Personen und mehr: 700 €

Über die Gewährung einer finanziellen Zuwendung entscheidet eine paritätisch mit je zwei Mitgliedern von Land OBERÖSTERREICH und AK OBERÖSTERREICH besetzte Kommission. 

Weitere Förder­voraussetzungen:

  • Haupt­wohnsitz aller Personen im Haushalt seit spätestens 1. Februar 2020 in Oberösterreich.  
  • Vorliegen einer Notlage aufgrund finanzieller Einbußen infolge von Lohnkürzungen durch Kurzarbeit bzw. Verlust des Arbeitsplatzes, kein Anspruch auf bestehende gesetzliche Hilfeleistungen (Sozialhilfe).  
  • Weitere Förderungen und sonstige Zuwendungen für die genannte Zielgruppe seitens des Landes Oberösterreich, des Bundes oder der Gemeinden werden bei der Beurteilung der Förderwürdigkeit nicht berück­sichtigt. Ebenso wenig Einkommen welche nicht aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit stammen sowie das 13. und 14. Gehalt werden für den Vergleich nicht berücksichtigt.

Wie kann die Unter­stützung beantragt werden?

Die Anträge können von 08. 02. 2021 bis 31. 03. 2021 beim Amt der Oberösterreichischen Landes­regierung elektronisch eingebracht werden. Personen, die keinen PC oder kein Smartphone besitzen, können den Antrag in der AK-Zentrale in Linz oder in den AK-Bezirksstellen in elektronischer Form einbringen. 


Arbeitnehmern in Kurzarbeit schnell und unbürokratisch zu helfen, ist uns besonders wichtig. Dieser ge­meinsame Fonds ist ein wesentlicher Bei­trag dazu

Dr. johann kalliauer

AK-PRÄSIDENT

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Arbeitnehmern in Kurzarbeit schnell und unbürokratisch zu helfen, ist uns besonders wichtig. Dieser ge­meinsame Fonds ist ein wesentlicher Bei­trag dazu

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