15.08.2019

Einvernehm­liche Auf­lösung im Kranken­stand: Leih­ar­beiter er­hält 2.700 Euro nach von der AK durch­gesetzter Gesetzes­än­der­ung

Für einen Leiharbeiter aus Linz erkämpfte die Arbeiterkammer 2.700 Euro an Entgeltfortzahlung und vorenthaltenem Lohn. Schon gegen Ende seiner Tätigkeit hatte er eine Zeit lang nur (zu geringe) Akontozahlungen erhalten. Während eines Krankenstandes wurde der Mann zu einer einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses überredet. Zugute kam ihm, dass die AK kürzlich eine Gesetzesänderung bewirken konnte, die auch bei einvernehmlicher Auflösung während eines Krankenstandes einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung vorsieht. 

Neuer Rechts­an­spruch - von AK er­reicht!

Ein Montagehelfer aus Linz war 5 Monate bei einer Leasingfirma beschäftigt. Während eines Krankenstandes einigte er sich mit dem Arbeitgeber auf eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Bei einem Beratungsgespräch in der AK Linz stellte sich heraus, dass er in den Wochen vor dem Krankenstand zu wenig bezahlt bekommen hatte. Darum forderte die Arbeiterkammer beim Arbeitgeber die offenen Lohnzahlungen ein und wies zusätzlich auf den - neuen - Rechtsanspruch auf Entgeltfortzahlung bei einvernehmlicher Auflösung über das Arbeitsverhältnis hinaus bis zum Ende des Krankenstandes hin. 

Arbeit­geber-Schlupf­loch ge­schlossen

Bis vor kurzem endete dieser Anspruch mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Darum drängten viele Arbeitgeber die Beschäftigten zur einvernehmlichen Auflösung, um sich die Entgeltfortzahlung im Krankenstand zu sparen - mit dem Argument, dass sie ohnehin von der Gebietskrankenkasse das Krankengeld bekommen beziehungsweise  nach Ende des Krankenstandes wieder eingestellt würden. „Diese Praxis, die Lohnkosten für erkrankte Beschäftigte auf die Krankenkasse abzuwälzen, wurde nun mit einer Gesetzesänderung abgestellt“, erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Im konkreten Fall war der Montagehelfer noch 6 Wochen im Krankenstand. Aufgrund der Intervention der AK-Rechtsexperten/-innen bekam der Mann 2.700 Euro nachbezahlt.     

"Die Praxis man­cher Unter­nehmer, die Lohn­kosten für er­krank­te Be­schäftig­te auf die Kranken­kasse ab­zu­wälzen, wurde nun mit einer Ge­setzes­än­der­ung ab­ge­stellt!"

Dr. Johann Kalliauer

AK-Präsident

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