14.05.2018
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Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Den geplanten Nichtraucherschutz in der Gastronomie hat die Regierung gekippt. Am Arbeitsplatz gilt er seit 1. Mai 2018 trotzdem. Was hat sich geändert?

Nichtraucher schützen

Seit 1. Mai 2018 gilt ein Rauchverbot in der gesamten Arbeitsstätte. Bisher galt es nur in Betriebsgebäuden, in denen zumindest ein/-e Nichtraucher/-in beschäftigt war. Eigene Raucherräume und -bereiche im Freien dürfen weiterhin eingerichtet werden.

Nur in Betrieben der Gastronomie und Hotellerie kommt der neue Nichtraucherschutz nur teilweise zur Anwendung. Ebenso besteht für Tabaktrafiken eine Ausnahme. Damit ist die Gesundheit der Beschäftigten in diesen Branchen besonders gefährdet.

Gibt es Raucherzimmer weiterhin?

Sofern kein generelles Rauchverbot wegen anderer sachlicher Gründe, wie etwa Explosionsgefahren, vorliegt, müssen in der Arbeitsstätte weiterhin Raucherbereiche zur Verfügung stehen. Diese können auch im Freien sein. Ein grundsätzliches Rauchverbot auf dem gesamten Betriebsgelände kann vom Arbeitgeber/von der Arbeitgeberin nicht einseitig angeordnet, sondern nur in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden.

Stehen in der Arbeitsstätte Raucherräume zur Verfügung, dürfen diese keinesfalls Arbeitsräume sein. Auch in Aufenthaltsräumen darf künftig nicht mehr geraucht werden. Rauchverbot gilt außerdem in Bereitschafts-, Sanitäts- und Umkleideräumen. Es muss stets gewährleistet sein, dass kein Rauch aus den Raucherräumen dringt.

Wie Raucherbereiche im Freien gestaltet sein müssen, ist nicht gesetzlich geregelt. Es empfiehlt sich aber, Raucher/-innen weitgehend vor Wind und Wetter zu schützen. Zudem sollte eine ausreichende Menge an Aschenbechern zur Verfügung stehen.

Auch E-Zigarette betroffen

Neben klassischen Tabakwaren wie Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen sind seit 1. Mai 2018 auch verwandte Erzeugnisse vom Rauchverbot umfasst. Somit dürfen künftig auch keine E-Zigaretten oder andere pflanzliche Rauchwaren mit oder ohne Nikotingehalt in Arbeitsstätten geraucht werden.

Worauf sollten Betriebsräte achten?

Die Umsetzung des Tabak- und Nichtraucherschutzgesetzes und des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes sind in erster Linie Aufgabe des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin. Betriebsräte/-innen können sie dabei unterstützen. Neben den Rechten der Nichtraucher/-innen sollten man auch darauf achten, die Interessen der Raucher/-innen zu schützen. Dies beugt unnötigen Konflikten innerhalb der Belegschaft vor. Betriebsräte/-innen sollten sich besonders in folgenden Punkten einbringen:

  • Informationsweitergabe an die Beschäftigten über gesetzliche Vorgaben
  • Sinnvolle Gestaltung von Raucherräumen und Raucherbereichen im Freien
  • Ausgestaltung von Rauchpausen und sonstigen Kurzpausen
  • Betriebsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz
  • Ausarbeitung von Rauchentwöhnungsprogrammen mit Arbeitgebern/-innen, Arbeitsmedizinern/-innen oder Arbeitspsychologen/-innen
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