AK-Unternehmensmonitor 2015

Bereits zum fünften Mal haben die Arbeiterkammern Wien, Oberösterreich und Niederösterreich die Jahresabschlüsse von rund 1.370 österreichischen Mittel- und Großbetrieben ausgewertet, um herauszufinden, wie es um die österreichischen Unternehmen steht. Verwendet wurden dabei die veröffentlichten Daten aus den Jahren 2009 bis 2013.

Gewinnspannen weiterhin hoch

Trotz eines leichten Rückganges konnten die untersuchten Unternehmen auch 2013 mit einer EBIT-Quote (Gewinnmarge) in Höhe von 3,9  Prozent wiederum auf ein erfolgreiches operatives Geschäft zurückblicken.

Eigentümer/-innen können sich zufrieden zurücklehnen

Die in Form der Eigenkapitalrentabilität berechnete fiktive Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals lag – zum Vorteil der Eigentümer/-innen – auch 2013 bei sehr zufriedenstellenden 11,2 Prozent.

Dividenden bleiben hoch

Die beschlossenen Gewinnausschüttungen lagen auch 2013 wieder bei hohen 33,2 Prozent der gesamten Bruttolohn- und -gehaltssumme der untersuchten Unternehmen.

Verhältnis Personalaufwand und Produktivität verschiebt sich leicht in Richtung der Arbeitnehmer/-innen

Der Anteil des Pro-Kopf-Personalaufwandes an der Pro-Kopf-Wertschöpfung hat sich 2013 leicht um 1,2 Prozentpunkte auf 63,9 Prozent erhöht. Dies lag jedoch nicht an einer expansiven Lohn- und Gehaltspolitik, sondern vor allem an einer stagnierenden Wertschöpfung.

Unternehmen weiterhin zahlungsfähig

Mit einer Liquidität (Verhältnis von kurzfristigem Umlaufvermögen zu kurzfristigem Fremdkapital) von 106,8 Prozent verfügen die österreichischen Mittel- und Großbetriebe in der Regel auch weiterhin über ausreichend liquide Mittel, um mögliche Zahlungsschwierigkeiten kurzfristig überbrücken zu können.

Mit einer Eigenkapitalquote von durchschnittlich 44,7 Prozent verfügen die untersuchten Un-ternehmen weiterhin über eine solide Finanzierungsstruktur.

Gewinne werden zu wenig für Investitionen verwendet

Auch 2013 wurden wiederum Dividenden in Höhe von 87,5 Prozent der in das Sachanlagevermögen getätigten Investitionen beschlossen. 

Unternehmen zahlen statt 25 effektiv nur 20 Prozent Steuer

Lag der effektive Steuersatz (Verhältnis der ausgewiesenen Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, kurz EGT, abzüglich der Beteiligungserträge) 2012 noch bei rund 19 Prozent, so ist dieser Wert 2013 leicht auf 20,2 Prozent gestiegen (damit ist der effektive Steuersatz allerdings immer noch weit vom nominellen Körperschaftsteuersatz in Höhe von 25 Prozent entfernt).

AK-Unternehmensmonitor 2018

  • © 2018 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum