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Überlange Arbeitszeiten belasten die Gesundheit der Beschäftigten

Beschäftigte verbringen einen wesentlichen Teil ihres Lebens am Arbeitsplatz. Nicht umsonst heißt es „Arbeitszeit ist Lebenszeit“. Ob Schichtarbeit, überlange Arbeitszeiten, flexible Arbeitszeitgestaltung, Arbeiten unter massivem Zeitdruck oder Unvereinbarkeit von Beruf und Privatleben – alle diese Faktoren beeinträchtigen unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Sicher und gesund zu arbeiten bedeutet, die Arbeitszeit nicht nur an die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Im Jahr 2012 leistete laut Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria etwa jede/r fünfte Arbeitnehmer/-in (mehr als 720.000 Menschen) regelmäßig Überstunden oder Mehrarbeit. Insgesamt wurden im Jahr 2012 knapp 300 Millionen Über- und Mehrarbeitsstunden erbracht.

Jede/-r Überstundenleistende arbeitete damit um 8 Stunden pro Woche länger als vorgesehen.

Schlecht für Betroffene und Volkswirtschaft 

Regelmäßige Überstunden sind nicht nur „Jobkiller“, die neue Arbeitsplätze verhindern. Sie bedeuten auch ein höheres Gesundheitsrisiko! Nicht zuletzt durch das rasant angestiegene Arbeitstempo und den zunehmenden Leistungsdruck ist das Thema heute brisanter denn je. Besonders lange und unregelmäßige Arbeitszeiten führen auf Dauer zu gesundheitlichen Auswirkungen.

Alle einschlägigen Studien belegen:

  • lange Arbeitszeiten, flexible Arbeitszeitgestaltung oder Arbeiten unter massivem Zeitdruck können sich negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit auswirken;
  • das Risiko eines Arbeitsunfalles steigt mit der Dauer der täglichen Arbeitszeit;
  • auch Schlafstörungen und Rückenschmerzen steigen mit zunehmender Arbeitszeit.
Achtung: Betriebsräte sind einzubeziehen

Im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und im Arbeitsverfassungsgesetz ist festgelegt, dass Betriebsräte in Fragen der Arbeitsgestaltung und bei der Arbeitsplatzevaluierung einzubeziehen sind. Achten Sie darauf, dass die Arbeitszeitgestaltung, besonders in Verbindung mit dem enorm zunehmenden Zeitdruck und der Leistungsverdichtung, in der Evaluierung psychischer Belastungen Berücksichtigung finden!


Wer durch Zeitdruck belastet ist oder häufig Überstunden leistet, leidet stärker unter körperlichen Beschwerden.

Grafik: Körperliche Beschwerden (0,2MB)

Quelle: Gesundheitsmonitor (IFES, AK OÖ; I/2008 – IV/2012)

Auch die Seele wird belastet

Lange und unregelmäßige Arbeitszeiten wirken sich auch negativ auf die Psyche aus. Zu den psychischen Empfindensbeeinträchtigungen zählen: Unfähigkeit abzuschalten, Gefühl der Erschöpfung, Depression, Gereiztheit und Gefühl der Sinnleere.

46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlen sich stark beeinträchtigt (mindestens 2 der angeführten Probleme treffen zu). Das ist immerhin fast jede/-r zweite Arbeitnehmer/-in. Unter jenen mit langen oder unregelmäßigen Arbeitszeiten sind es jeweils rund 80 Prozent!

Grafik: Psychische Beeinträchtigungen (0,2MB)

Quelle: Gesundheitsmonitor (IFES, AK OÖ; I/2008 – IV/2012)

Arbeitsgesundheitsmonitor

Eine umfassende Erhebung der subjektiven gesundheitlichen Befindlichkeit von Arbeitnehmern/-innen.

Warum Arbeitsklima Index?

Seit Juni 1997 gibt es einen Maßstab für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus der Sicht der Arbeitnehmer: den Österreichischen Arbeitsklima Index.

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