Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

AK Unternehmensmonitor gibt Orientierung für wirtschaftliche Mitbestimmung

Bereits zum sechsten Mal in Folge haben die Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Oberösterreich den AK Unternehmensmonitor erstellt. Mit den veröffentlichten Jahresabschlussdaten 2014 von 1.475 Mittel- und Großkapitalgesellschaften steht nun ein 10- Jahresvergleich der Kapital- und Ertragslage großer österreichischen Unternehmen zur Verfügung.

Gewinnspanne durchgängig hoch

In den vergangenen 10 Jahren schwankte die durchschnittliche EBIT-Quote (Gewinnmarge) der untersuchten Unternehmen zwischen 3,7 und 5,2 Prozent. 2014 konnte mit 4 Prozent wiederum ein ansprechendes operative Ergebnis erzielt werden.

Eigentümer sollten zufrieden sein

Die in Form der Eigenkapitalrentabilität berechnete fiktive Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals lag in den vergangenen 10 Jahren stetig auf hohem Nivau. 2014 konnten sich die Eigentümer/-innen über eine fiktive Verzinsung in Höhe von durchschnittlich 12,4 Prozent freuen.

Anteil der Arbeitnehmer etwas größer

Vergleicht man den Personalaufwand der Unternehmen - mit der an Hand der Kennzahl „Wertschöpfung“ gemessenen Produktivität –  so wird deutlich, ob die Beschäftigten entsprechend der Produktivitätsentwicklung entlohnt worden sind. Hier hat die Untersuchung Folgendes gezeigt:

Lag der Pro-Kopf-Personalaufwand 2005 noch bei 61,1 Prozent der Pro-Kopf-Wertschöpfung, so hat sich dieses Verhältnis 2014 mit 64,4 Prozent leicht zu Gunsten der Arbeitnehmer/-innen verschoben. Dies lag vor allem daran, dass die Wertschöpfung infolge der andauernden konjunkturellen Flaute stagnierte.

Unternehmen mit viel Geld

Im Laufe der vergangenen 10 Jahre konnte die durchschnittliche Liquidität (Verhältnis von kurzfristigem Umlaufvermögen zu kurzfristigem Fremdkapital) der untersuchten Unternehmen von 104,5 auf zuletzt 113,6 Prozent verbessert werden. Damit verfügen die österreichischen Mittel- und Großbetriebe in der Regel auch weiterhin über ausreichend liquide Mittel, um mögliche Zahlungsschwierigkeiten kurzfristig überbrücken zu können.

Hohes Eigenkapital, für Krisen ist vorgesorgt

Mit einem Eigenkapitalanteil in Höhe von durchschnittlich 44,4 Prozent steht den untersuchten Mittel- und Großbetrieben auch 2014 wiederum ein solider „Krisenvorsorgepolster“ und damit eine gute Finanzierungsstruktur zur Verfügung.

Unternehmen investieren zu wenig

Bei der Verwendung der erwirtschafteten Unternehmensgewinne sollte eine vernünftige Relation zwischen den Gewinnausschüttungen an die Eigentümer/-innen und den Investitionen in die für die Entwicklung der Unternehmen wichtigen Sachanlagen angestrebt werden. Gemessen wird diese Relation mit der Kennzahl „beschlossene Dividenden in Prozent der Sachinvestitionen“.  Mit der Entwickluing in den vergangenen 10 Jahren kann man kaum zufrieden sein: Wurden 2005 Dividenden in Höhe von 91 Prozent der Investitionen in Sachanlagen beschlossen, so hat sich längerfristig betrachtet die Situation 2014 mit beschlossenen Dividenden in Höhe von 89,4 Prozent der Sachinvestitionen kaum verbessert.

Unternehmen zahlen ein wenig mehr Steuern

Lag der „effektive Steuersatz“ (Verhältnis der ausgewiesenen Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) abzüglich der Beteiligungserträge) 2005 noch bei rund 19,5 Prozent, so ist dieser Wert 2014 leicht auf 20,8 Prozent gestiegen. Damit ist der effektive Steuersatz allerdings immer noch weit vom nominellen Körperschaftsteuersatz in Höhe von 25 Prozent entfernt. 

Wertschöpfung in Österreich

So viel verdienen die heimischen Unternehmen an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - nach Abzug der Personalkosten.

Bilanzanalyse-Rechner

Mit dem AK-Bilanzanalyse-Rechner können Sie die Ertragssituation und die finanzielle Stabilität Ihres Unternehmens rasch beurteilen.

Umstrukturierungen im Betrieb

Beschäftigte fürchten um ihren Arbeitsplatz und ihre gewohnten Arbeitsbedingungen. Auch das Betriebsklima kann gestört werden.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK