AK Unternehmensmonitor 2018: Österreichische Großunternehmen mit Top-Ergebnissen

ereits zum achten Mal hat die Arbeiterkammer Wien in Kooperation mit den Arbeiterkammern von Nieder- und Oberösterreich die wirtschaftliche Performance der 1.000 größten österreichischen gewinnorientierten Kapitalgesellschaften unter die Lupe. 

Top-Ergebnisse und Spitzen-Renditen

Die EBIT-Quote (ordentliches Betriebsergebnis in Prozent der ordentlichen Betriebsleistung; operative Gewinnspanne) lag 2016 durchschnittlich bei sehr guten 4,3 Prozent, das beste Viertel der Unternehmen erwirtschaftete sogar Quoten von über 7,3 Prozent!

Und auch die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals konnte sich sich sehen lassen: die für die Eigentümer/-innen relevante Eigenkapitalrentabilität lag 2016 durchschnittlich bei rund 11,9 Prozent, beim besten Viertel (250 Unternehmen) konnten sogar Verzinsungen von mehr als 28 Prozent erzielt werden!

Finanziell stabil

Die Eigenkapitalquote, also der Anteil der Eigenmittel an der gesamten Unternehmensfinanzierung, lag bei den untersuchten 1.000 Unternehmen 2016 durchschnittlich bei hervorragenden 41,2 Prozent.

Und auch der Liquiditätsgrad, ein wichtiger Indikator für die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens, erwies sich  2016 mit durchschittlich 117 Prozent als äußerst zufriedenstellend.

Zum Teil etwas bescheiden sah es 2016 dagegen mit der Investitionsbereitschaft aus. So lagen zum Beispiel im Industriebereich, wo innovative Investitionen der Schlüssel für einen nachhaltig erfolgreichen Unternehmensstandort sind, die Gewinnausschüttungen an die Eigentümer/-innen um 24 Prozent höher als die Investitionen in die Sachanlagen.

Geringe Beschäftigtungszuwächse 

Trotz hervorragender Wirtschaftsdaten hat sich in den untersuchten 1.000 Unternehmen 2016 die Gesamtbeschäftigtenzahl nur um 0,85 Prozent erhöht.

Moderate Steuerleistung

Der effektive Steuersatz der großen Kapitalgesellschaften lag 2016 – durch die Nutzung von Verlustvorträgen, der Gruppenbesteuerung und anderer Steuerbegünstigungen -  mit rund 20,5 Prozent (Industrieunternehmen: rund 18,7 Prozent) signifikant unter dem gesetzlichen Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent.

Die gesamte Studie ist auf der Homepage der AK  Wien erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Junge Frau mit verschränkten Armen © -, AK OÖ

Wertschöpfung in Österreich

So viel verdienen die heimischen Unternehmen an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - nach Abzug der Personalkosten.

Frau mit Daumen hoch hält Rechner in der Hand © Picture-Factory, Fotolia.com

Bilanzanalyse-Rechner

Mit dem AK-Bilanzanalyse-Rechner können Sie die Ertragssituation und die finanzielle Stabilität Ihres Unternehmens rasch beurteilen.

Junges Pärchen erhält Post © DURIS Guillaume, Fotolia.com

Umstrukturierungen im Betrieb

Beschäftigte fürchten um ihren Arbeitsplatz und ihre gewohnten Arbeitsbedingungen. Auch das Betriebsklima kann gestört werden.

  • © 2018 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum