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Staatliche Pensionen sind finanzierbar

Pensionen kosten Geld. Entgegen (unseriösen) düsteren Prognosen kann unser Pensionssystems auf lange Sicht finanziert werden. Gegenteilige Vorhersagen basieren vielfach rein auf Geschäftsinteressen. Stichwort: Privatvorsorge! Das österreichische Pensionssystem bleibt trotz massiver Verschiebungen in der Altersstruktur leistbar. Es wird nur zu einem moderaten Anstieg beim Pensionsaufwand kommen.

Wohlstand gerecht verteilen

Der erarbeitete Wohlstand gehört in unserer Gesellschaft fair verteilt. Mehreinnahmen könnten auf dem Weg einer Wertschöpfungsabgabe oder der Besteuerung großer Vermögen erfolgen (Stichwort: Vermögenssteuer!).

Schließlich es geht es auch um die effiziente Bekämpfung von Steuerbetrug, die konsequentere Einhebung der Beiträge sowie um eine gerechtere Verteilung der Beitragsleistung!

Wie viel der Bund zu den Pensionseinnahmen zuschießen muss (Bundesbeitrag), damit der gesamte Pensionsaufwand gedeckt ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • von der demographischen Entwicklung, 
  • der Erhöhung des Anteils arbeitender Menschen, 
  • der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit 
  • sowie eines maßvollen Anstiegs der Lohnquote. 

Die Lohnquote ist der Anteil der Löhne/Gehälter an der gesamten erarbeiteten Wertschöpfung. Dazu sind gerechte Lohnsteigerungen und ein Mindestlohn bei Vollzeit von mindestens 1.500 Euro brutto (pro Monat) notwendig. 

Umlagesystem stabilisiert Wirtschaft

Das Umlagesystem wirkt sich günstig auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Die von den Erwerbstätigen eingezahlten Beiträge werden unmittelbar an die Pensionistinnen und Pensionisten ausbezahlt und von diesen sofort wieder ausgegeben. Das stärkt die Kaufkraft, fördert Wachstum und wirkt auch in Krisenzeiten stabilisierend.

In Summe übersteigt die Steuerleistung der Pensionistinnen und Pensionisten die Ausfallshaftung des Bundes um 1,7 Milliarden Euro. 

Arbeitnehmer zahlen mehr als Unternehmer oder Bauern

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanzieren derzeit 80 Prozent ihrer Pensionen selbst. Dahingegen zahlt der Staat bei den Gewerbetreibenden 52 Prozent, bei den Bäuerinnen und Bauern sogar über 80 Prozent. Generell sind die Beitragssätze der Selbstständigen viel niedriger. Durch die so genannte „Partnerleistung“, die aus Steuergeldern finanziert wird, wird diese Differenz bis zum Beitragssatz der Unselbstständigen in der Höhe von 22,8 Prozent durch den Bund aufgestockt!

Privatvorsorge mit vielen Risiken

Befürworter der Privatvorsorge werden nicht müde, das staatliche Pensionssystem schlecht zu reden. Ständig wird der gesetzlichen Pensionsversicherung vorgeworfen, der Staat könne sich diese nicht mehr leisten. Gleichzeitig wird aber mit Steuergeldern die risikoreiche Pensionsvorsorge auf dem Kapitalmarkt gefördert.

Durch die steuerliche Absetzbarkeit der privaten Altersvorsorge entgehen dem Staat jährlich 1,8 Milliarden Euro. Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigte eines deutlich: Der Kapitalmarkt ist nicht geeignet, lebensstandardsichernde Pensionen zu gewährleisten!

Folgen der Finanzkrise

Die Finanzkrise 2008/2009 war für betriebliche und private Pensionen verheerend. In den Industrieländern fiel der Marktwert privater Pensionssparpläne um gigantische fünf Billionen Dollar!

Glücklicherweise hat in Österreich der Widerstand von AK, Gewerkschaften und anderen einen noch radikaleren Umbau des Systems verhindert. In vielen europäischen Staaten ist mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Pensionsfonds veranlagt. In Österreich sind es nur 5,3 Prozent.  Dennoch mussten hunderttausende Menschen in Österreich empfindliche Leistungskürzungen hinnehmen.

Drei-Säulen-Modell funktioniert nicht

Das so genannte Drei-Säulen-Modell – also staatliche Pension, Betriebspension und private Zusatzpension -  funktioniert in der Praxis nicht. Wirklich tragfähig ist nur die erste Säule!

Das staatliche System ist nicht nur sicherer, sondern zudem viel kostengünstiger: niedrigere Verwaltungskosten, kein Werbeaufwand, keine Profitmaximierung!

Davon abgesehen, dass viele Menschen in der jüngeren Vergangenheit drastische Verluste hinnehmen mussten: Eine private Pensionsvorsorge können sich nur die wenigsten Menschen leisten!

Der Vergleich macht Sie sicher

Ein Vergleich mit der privaten Pensionsversicherung zeigt einen haushohen Punktesieg der gesetzlichen Pensionsversicherung:

 Gesetzliche Pensionsversicherung
Private Altersvorsorge
Arbeitnehmerbeiträge ~ 36 Prozent
~ 100 Prozent
Arbeitgeberbeiträge ~ 20 Prozent~ 0 Prozent (bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge maximal 1,53 Prozent Flrderung, begrenzt auf 103,90 Euro/Jahr)
ZielLebensstandard / Armutsvermeidung
ausreichende Pensionen für alle
Profit / Marktanteil
Zusatzpensinen für Kunden/-innen
Verwaltungskosten1,02 Prozent ~ 30,00 Prozent
Aufwertung der Beiträge
 JANEIN
Jährliche Anpassung der lfd. Leistung 
JA
NEIN
Mindestertrag
JA
fraglich
Armutsvermeidung
JA (Ausgleichszulage!)
NEIN
Gewinnorientierung
NEIN
JA
VerfahrenUmlageverfahren
Generationensolidarität
Ansparverfahren
spekulativ
Staatshaftung
JA
NEIN
Rechtsdurchsetzung
risikolos
beim Sozialgericht
hohes Risiko
beim Zivilgericht
Marktsituation
ein kompetenter Anbieter mit gesetzlich definiertem Angebot
Vielzahl von Anbietern mit teils unübersichtlichen Klauseln

Quellen: BMF, BMASK, eigene Berechnungen

Anrechnung von Auslands-Arbeitszeiten

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