Kann ich Schulbeihilfe für mein Kind beantragen?

Viele Eltern fühlen sich in Sachen Schulbeihilfe nicht ausreichend informiert. Aus diesem Grund betreibt die Arbeiterkammer Oberösterreich den Schulbeihilfen-Rechner unter www.schulbeihilfenrechner.at. Dort erfahren Sie, ob Anspruch auf Schulbeihilfe und/oder Heimbeihilfe besteht – und falls ja, in welcher Höhe.

44.000 Besucher/-innen haben den Schulbeihilfen-Rechner im vergangenen Jahr genutzt.

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Im Zweifelsfall gilt: Auf jeden Fall Schulbeihilfe beantragen!

Die Arbeiterkammer empfiehlt, auch im Zweifelsfall einen Antrag zu stellen. Weitere Informationen und Formulare stehen auf der Homepage des Bildungsministeriums sowie in den Schuldirektionen zur Verfügung.
Achtung: Die Anträge müssen bis spätestens 31. Dezember gestellt werden!    

Viele Familien schauen durch die Finger

Jahr für Jahr bekommen weniger Kinder Schulbeihilfe - mittlerweile bekommt sie nur mehr jedes zehnte Kind. Der Grund: Die Schulbeihilfe wurde seit 2007 nicht mehr erhöht und auch die Einkommensgrenzen sind unverändert geblieben. Das bedeutet: seit 11 Jahren erfolgt keine Inflationsanpassung - immer mehr Eltern rutschen daher über die Einkommensgrenzen und verlieren den Anspruch für ihre Kinder. Die Zahl der Schulbeihilfe-Bezieher/-innen allein in Oberösterreich ist um rund 25 Prozent zurückgegangen. Insgesamt erhält nur noch 1 von 10 Schüler/-innen in Oberösterreich Schulbeihilfe.

Wenn das Einkommen über die Bildung entscheidet

Für viele wird der Besuch einer weiterführenden Schule zu einer enormen finanziellen Belastung. Eltern müssen sich fragen, ob sie sich den Besuch ihres Kindes in einer weiterführenden Schule überhaupt noch leisten können: Laptop, Schultasche, Taschenrechner, Sportwoche, Sprachreise, Materialkosten, Exkursionen und eventuell auch Nachhilfe. Diese Kosten belasten das Haushaltsbudget und können auch über den weiteren Bildungsweg des Kindes entscheiden. Laut Schulkosten-Erhebung der AK schlägt der Besuch einer weiterführenden Schule pro Kind und Jahr im Schnitt mit 2.722 Euro zu Buche. Der Grundbetrag der Schulbeihilfe von 1.130 Euro pro Jahr oder 94 Euro im Monat deckt also nicht einmal die Hälfte der Kosten ab.

Familie Mayr

  • Familie Mayr hat 2 Kinder: die 16-jährige Veronika und den 13-jährigen Moritz. Frau Mayr ist Hausfrau und hat kein Einkommen, Herr Mayr verdient 1.580 Euro brutto im Monat. 

  • Für Moritz gibt es keine Beihilfe, weil er noch nicht die 10. Schulstufe erreicht hat, für Veronika 94 Euro pro Monat.

  • Mit jedem Euro, den der Vater mehr verdient, sinkt die Schulbeihilfe deutlich. 

Schulbeihilfe ab 9. Schulstufe ist nötig

Neben der zu geringen Höhe kann die Schulbeihilfe erst ab der 10. Schulstufe beantragt werden. Große Anschaffungskosten entstehen aber gerade zu Beginn der weiterführenden Schule in der 9. Schulstufe. Anspruch auf eine Heimbeihilfe für Schülerinnen und Schüler, die im Internat wohnen, besteht aber bereits ab der 9. Schulstufe.

Kontakt

AK Bildungsberatung in OÖ
TEL: +43 50 6906 1601
E-MAIL: bildungsinfo@akooe.at
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44.000 Menschen nutzen jedes Jahr den Schulbeihilfen-Rechner der Arbeiterkammer.

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