10.07.2020

In Oberösterreich sind 10.000 Jugend­liche ohne Job! Die AK fordert ein Jugend­rettungs­paket noch vor dem Herbst

Die Jugendarbeitslosigkeit befindet sich seit Beginn der Corona-Krise auf einem dramatisch hohem Niveau. „Die Bundesregierung und die oberösterreichische Landesregierung haben bisher wenig wirksame Maßnahmen gesetzt. Das ist skandalös!“, ärgert sich AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und wiederholt seine Forderung nach einem Jugendrettungspaket noch vor dem Herbst.

Bund und Land ig­norieren Jugend­liche

Denn selbst beim sogenannten Konjunkturpaket der Regierung in der Höhe von 19 Milliarden Euro war keine einzige spezifische Maßnahme für junge Menschen dabei. Offensichtlich hat das Bekämpfen der Jugendarbeitslosigkeit in der Politik keine Priorität. In Oberösterreich wurde zwar ein „Arbeitsmarktdialog“ eingeleitet, aber auch dabei wird gezögert und auf die Bundespolitik verwiesen.

Arbeitslosig­keit so hoch wie nie zuvor!

Im Juni waren in Österreich über 75.000 junge Menschen entweder arbeitslos, in Schulung oder auf Lehrstellensuche. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Zahl der arbeitssuchenden Jugendlichen um mehr als 18.500 beziehungsweise um ein Drittel (32,8 Prozent) erhöht. Historisch gesehen ist das ein absoluter Höchstwert! 

Allein in Oberösterreich waren im Juni fast 10.000 junge Menschen entweder arbeitslos (5.887), in Schulung (3.257) oder auf Lehrstellensuche (656). Ein Anstieg um rund 2.300 junge Menschen oder rund einem Drittel (31 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Den höchsten Zuwachs gab es in Schärding (47 Prozent), den geringsten in Ried (20 Prozent).

Jugendarbeits­losigkeit endlich ernst nehmen

AK-Präsident Kalliauer appelliert nochmals an die Bundesregieurng und an die oberösterreichische Landesregierung, das Thema Jugendarbeitslosigkeit ernster zu nehmen und noch vor dem Herbst ein Jugendrettungspaket umzusetzen. Vor allem in der überbetrieblichen Lehrausbildung besteht akuter Handlungsbedarf: das Angebot an Ausbildungsplätzen muss noch vor dem Herbst verdoppelt werden. Auch die Produktionsschulen müssen rasch erweitert und qualitativ aufgerüstet werden, um wieder Ausbildungsinhalte vermitteln zu können. Zudem gilt es, die Kapazitäten für die schulische Ausbildung auszuweiten. 

„In Österreich und insbesondere in Oberösterreich, haben wir das Wissen, die Strukturen und die finanziellen Möglichkeiten, Jugendarbeitslosigkeit effizient zu bekämpfen. Ein Nicht-Handeln der Politik wird uns gesellschaftlich und wirtschaftlich sehr teuer kommen und noch lange negativ nachwirken“, warnt Kalliauer.

"Wir haben wir das Wissen, die Struk­turen und die finan­ziellen Möglich­keiten, Jugendarbeitslosig­keit effizient zu bekämpfen. Ein Nicht-Handeln der Politik wird uns gesell­schaftlich und wirt­schaftlich sehr teuer kommen und noch lange negativ nach­wirken."  

Dr. Johann Kalliauer 

AK-Präsident

Kontakt

Kontakt

Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik
TEL: +43 50 6906 2413
E-MAIL: wsg@akooe.at

"Wir haben wir das Wissen, die Struk­turen und die finan­ziellen Möglich­keiten, Jugendarbeitslosig­keit effizient zu bekämpfen. Ein Nicht-Handeln der Politik wird uns gesell­schaftlich und wirt­schaftlich sehr teuer kommen und noch lange negativ nach­wirken."  

Dr. Johann Kalliauer 

AK-Präsident

  • © 2020 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum