24.08.2020

Starke Beschäftigungs­­einbußen durch die Corona-Krise

Die Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie haben sich stark auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Alle Bundesländer und die meisten Wirtschaftsbereiche, besonders die Dienstleistungsbranche, atypisch Beschäftigte, Jugendliche und Erziehende leiden unter der Corona-Krise. Der Beschäftigungsrückgang seit März 2020 ist enorm.

Salzburg am stärksten betroffen

Zwischen 16. März und 1. Mai 2020 gab es Ausgangsbeschränkungen und viele Dienstleistungsbetriebe mussten schließen. Das hat die Tourismus-Branche mit voller Wucht erwischt. Im Bundesländervergleich waren im April 2020 noch die tourismusstarken Länder Tirol, Kärnten und Salzburg am stärksten vom Beschäftigungsrückgang betroffen. Bis zum Juli 2020 erholte sich die Lage etwas, dennoch „führt“ Salzburg mit einem Rückgang von -2,9 Prozent. Das sind rund 7.800 mehr Menschen ohne Beschäftigung als im Juli des Vorjahres. Wien folgt mit einem Minus von -2,8 Prozent (rund. 24.300 weniger Beschäftigte). Oberösterreich verzeichnet einen Beschäftigungsrückgang von -1,7 Prozent (11.660 weniger unselbständige Beschäftige). 


Corona-Krise trifft alle Branchen

Durch die COVID-19-Maßnahmen ist ein deutlicher Beschäftigungsrückgang in den Dienstleistungsbranchen ersichtlich, besonders bei Beherbergung und Gastronomie (33.000 Beschäftigte weniger). Ein großer Teil des Beschäftigungseinbruchs ist auf diese Branche zurückzuführen. 

In der Arbeitskräfteüberlassung und im verarbeitenden Gewerbe beziehungsweise bei der Herstellung von Waren gibt es starke Beschäftigungsrückgänge. Gefolgt von den Branchen Verkehr und Lagerei, Handel und Kunst und Unterhaltung. Nur in wenigen Branchen ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen: Gesundheits- und Sozialwesen, Information und Kommunikation, Baugewerbe, der Erziehung und dem Unterrichtswesen.  

Insgesamt hat die CORONA-Pandemie zu einem starken Rückgang im Ausmaß von rund 81.600 Beschäftigungsverhältnissen oder rund 2 Prozent im Vergleich zum Juli 2019 geführt. Aktuell gibt es österreichweit rund 3.8 Millionen unselbständige Beschäftigungsverhältnisse.

Atypisch Beschäftigte in der Krise

Eine besondere Rolle in der Corona-Krise haben atypisch Beschäftigte, also jene, die nicht einem „Normalarbeitsverhältnis“ nachgehen. Bei den geringfügig Beschäftigten ist noch immer ein starker Rückgang zu beobachten (Österreich 4,5 Prozent, Oberösterreich 5,2 Prozent). Diese Menschen werden von den Hilfsmaßnahmen der Regierung bisher kaum berücksichtigt. Unter diese Gruppe fallen viele Studierende, Erziehende und Pensionisten/-innen. Auch für Beschäftigte mit freien Dienstverträgen braucht es bedarfsgerechte Unterstützungsangebote und eine finanzielle Absicherung. 

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