Energie AG erhöht Strompreise auch für Bestandskunden

Nach Ablauf der Preisgarantie erhöht die Energie AG mit 2. Jänner 2023 die Preise auch für Bestandskunden/-innen. Der Strom kostet dann 32 Cent statt bisher 9,78 Cent pro Kilowattstunde (kWh) brutto und der Grundpreis beträgt 3,90 Euro statt bisher 2,10 Euro pro Monat brutto. 

Darf die Energie AG die Preise erhöhen?

Aufgrund einer neuen gesetzlichen Bestimmung sind Preiserhöhungen dann zulässig, wenn sich maßgebliche Umstände ändern und die Preiserhöhung in einem angemessenen Verhältnis zur Änderung dieser Umstände steht. Bei Änderung oder Wegfall der maßgeblichen Umstände müssen die Preise auch wieder gesenkt werden. 

Die Energie AG begründet die Preissteigerung mit der Verfünffachung der Beschaffungskosten. Angesichts der Preisentwicklung am Strommarkt seit Mitte letzten Jahres ist die Preiserhöhung nachvollziehbar.

Strompreisbremse federt teilweise ab

Am 1. Dezember 2022 tritt die Strompreisbremse in Kraft, ein staatlicher Zuschuss zu privaten Energiekosten. Diese Förderung miteingerechnet, ergeben sich auf Basis von Modellrechnungen (exklusive Grundpreis) für Energie AG Kunden/-innen folgende Kostensteigerungen:

VerbrauchMehrkosten
pro Jahr*)
Mehrkosten
pro Monat*)
 entspricht
2.000 kWh111,08 Euro9,26 EuroSingle-Haushalt
3.500 kWh294,41 Euro24,53 Euro3-Personen-Haushalt
4.500 kWh516,65 Euro43,05 Euro5-Personen-Haushalt
6.400 kWh1.138,59 Euro94,88 Euro 

*) Berechnet auf Basis des Wärmepumpenstrom-Tarifs der Energie AG, der vormals 6,66 ct/kWh brutto betrug.

Gibt es Alternativen?

Der aktuell günstigste Anbieter am Markt mit einem Fixpreistarif verrechnet 49,20 Cent/kWh brutto und einen Grundpreis von 3,59 Euro/Monat brutto. 

Alternativ dazu gibt es Float-Tarife, also Tarife die monatlich an den aktuellen Großhandels-Börsenpreis für Strom angepasst werden. 
Der günstigste Float-Tarif für den Monat November 2022 beträgt 24,16 Cent/kWh, Grundpreis 3,59 Euro/Monat brutto. 

ACHTUNG

Aufgrund der monatlichen Anpassung an den Börsenpreis besteht bei Float-Tarifen das Risiko von raschen Preissteigerungen, über die sich Konsumenten/-innen selbst auf dem Laufenden halten müssen. Der Lieferant informiert dazu meist nur auf seiner Website.

Energielieferungsverträge mit Float-Tarifen sind monatlich kündbar und dürfen keine Bindung über einen längeren Zeitraum beinhalten. 

Was rät der AK-Konsumentenschutz?

Energie AG Kunden/-innen müssen nun entscheiden, ob sie den festen Preis der Energie AG akzeptieren, oder das Risiko eines Float-Tarifs bei einem anderen Anbieter eingehen. Zusätzlich können sie über den Tarifkalkulator der E-Control den Markt regelmäßig auf günstigere Alternativen prüfen.

Was passiert mit den Teilzahlungsbeträgen?

Die Energie AG wird die Teilzahlungsbeträge an die neuen Preise unter Berücksichtigung der Strompreisbremse anpassen und alle Kunden/-innen schriftlich darüber informieren.

Ich möchte die neuen Preise nicht akzeptieren

Sollten Konsumenten/-innen die Preiserhöhung der Energie AG nicht akzeptieren wollen, müssen sie innerhalb von 4 Wochen ab Erhalt der Information über die Preisänderung kündigen. Sie werden von der Energie AG noch bis zum 30.4.2023 zu den bisherigen Preisen beliefert.

ACHTUNG: Schließen Sie rechtzeitig nach Kündigung einen Vertrag mit einem neuen Energielieferanten ab. 

Energie AG Kunden/-innen müssen nun ent­scheiden, ob sie den festen Preis der Energie AG akzeptieren, oder das Risiko eines Float-Tarifs bei einem anderen Anbieter eingehen.

Jetzt kostenlosen AK Newsletter abonnieren!

Wir informieren Sie gerne regelmäßig über Aktuelles zum Thema Konsumentenschutz. 


Kontakt

Kontakt

Konsumentenschutz
TEL: +43 50 6906 2
Anfrage ...

Energie AG Kunden/-innen müssen nun ent­scheiden, ob sie den festen Preis der Energie AG akzeptieren, oder das Risiko eines Float-Tarifs bei einem anderen Anbieter eingehen.

  • © 2022 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum