Pendlerpauschale für Teilzeitbeschäftigte

Auch Teilzeitbeschäftigte können seit 2013 ab vier Arbeitstagen pro Monat das große oder das kleine Pendlerpauschale geltend machen:                

Für das volle Pendlerpauschale müssen die Voraussetzungen wie bisher an mehr als der Hälfte der möglichen Arbeitstage eines Monats, also zumindest an 11 von 20 Arbeitstagen, gegeben sein.

Zwei Drittel können Sie seit 2013 absetzen, wenn Sie diese Voraussetzungen zwischen acht und zehn Tagen in einem Kalendermonat erfüllen.

Ein Drittel gibt es, wenn diese Voraussetzungen zumindest an vier, höchstens an sieben Tagen des Monats erfüllt sind.

Arbeitstage pro MonatBeispiel bei einer Entfernung Wohnung-Arbeit von 25 km: Freibetrag € 58,--
Mindestens 11 Tage
Fahrt mind. 11 x Wohnung-Arbeit-Wohnung
Anspruch im Monat: 3/3 = € 58,--
Mindestens 8 Tage, aber nicht mehr als 10 Tage
Fahrt z.B. an 9 Tagen
Anspruch im Monat: 2/3 = 38,67
Mindestens 4 Tage, aber nicht mehr als 7 Tage
Fahrt z.B. an 7 Tagen
Anspruch im Monat: 1/3 = 19,33


Diese Aliquotierung gilt nicht nur für Teilzeitbeschäftigte, sondern für alle Arbeitnehmer, wobei Urlaubs- und Krankenstandstage den Anspruch nicht reduzieren, wohl aber ein Zeitausgleich von mehreren Tagen/Wochen.

BEISPIEL

Ein Arbeitnehmer fährt üblicherweise 5 mal pro Woche 25 km zur Arbeit (einfache Wegstrecke) – das sind mindestens 11 Tage im Monat und er erhält das volle Pauschale von € 58,--. Im Februar nimmt er seinen Zeitausgleich im Umfang von 2 Wochen – damit bleiben im Februar  nur mehr 10 Tage für die Berechnung des Pendlerpauschales und es dürfen nur mehr 2/3 = € 38,67 berücksichtigt werden.

Der Pendlereuro

Wer einen Anspruch auf das Pendlerpauschale hat, kann sich zusätzlich einmal im Jahr (!) einen Euro pro Kilometer des Hin- und Retour-Arbeitsweges von der Steuer abziehen lassen. Auch Teilzeitbeschäftigte erhalten den Pendlereuro, wenn sie Anspruch auf das Pendlerpauschale haben – auch dieser Anspruch wird aliquotiert.

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