11.02.2016
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Pensionsversicherung: Gut abwägen, was mehr bringt

Wer zwischen 40 und 65 Jahren monatlich 100 Euro in eine private Pensionsversicherung einzahlt, erhält nach 25 Jahren eine garantierte lebenslange Rente zwischen 71,49 Euro (Wüstenrot) und 96,31 Euro (Wiener Städtische). Wahlweise kann auf das Garantiekapital - 25.760 Euro (Wüstenrot) bis 29.663 Euro (Oberösterreichische) - zugegriffen werden. Bei einem Sparbuch mit 1 Prozent Verzinsung stehen zum Vergleich 32.995 Euro zur Verfügung. Das zeigt: Nur wer eine lebenslange Pension ansparen möchte, sollte eine private Pensionsversicherung wählen. Um Geld anzulegen, gibt es lukrativere Produkte.

Fokus auf garantierte Pension

Die garantierte Zusatzpension zur staatlichen Pensionsabsicherung bewegt sich bei den Angeboten zwischen 71,49 Euro bei der Wüstenrot und 96,31 Euro bei der Wiener Städtischen Versicherung. Erreicht man beispielsweise ein Alter von 85 Jahren, beträgt die Gesamtdifferenz in der garantierten Auszahlung 5.957 Euro. Vergleichen lohnt sich daher!

TIPP

Konzentrieren Sie sich beim Vergleichen immer auf die garantierte Mindestpension. Damit haben Sie im Alter einen fixen Betrag zur Verfügung und können keine böse Überraschung erleben, wenn die Gewinnbeteiligung und damit die prognostizierte Zusatzpension doch geringer ausfällt.

Die monatlichen Garantierenten bei einem Übertrag im Ablebensfall während der Pensionszahlung, auf einen gleichaltrigen Partner, sind ab Beginn um circa 10 Euro geringer.

Intransparenz bei S-Versicherung, Uniqa und Allianz

Bereits im Angebot müssen die Kosten und die Sparprämie in Prozent der Bruttoprämie übersichtlich in einer Tabelle angeführt sein. Ergo, Generali, Helvetia, Oberösterreichische Versicherung, Wiener Städtische und Wüstenrot erfüllen diese Anforderungen.

Die Darstellungen von S-Versicherung und Uniqa, in welchen die Kosten von der Entwicklung der Veranlagung abhängig sind und nicht im Angebot stehen, sind intransparent. 

Dass bei der Allianz Elementar eine unterjährige Zahlweise den Gewinn zusätzlich prozentuell reduziert, widerspricht ebenfalls den gesetzlichen Vorgaben nach mehr Transparenz.

Alles Sparen ist Vorsorge

Würde man vom Sparguthaben in Höhe von 32.995,36 Euro monatlich eine Zusatzpension in Höhe der jeweiligen Garantierenten der Anbieter entnehmen, würde das Angesparte selbst im Vergleich zum besten Rentenangebot zumindest bis zum 93. Lebensjahr ausreichen. Beim schlechtesten Angebot sogar bis zum 103. Lebensjahr. Die Sparbuchveranlagung hat aber auch noch andere Vorteile: Sie ist kostengünstiger und transparenter. Durch die Flexibilität in der Ansparzeit und im Verbrauch kann beispielsweise in Notsituationen flexibler Geld entnommen werden.

Achtung

Es braucht ein gewisses Maß an Selbstdisziplin beim Ansparen und Entnehmen!

Alternative: Verrentung bei Pensionsantritt

Eine Alternative zur monatlichen Entnahme vom Sparbuch ist die Verrentung des Sparkapitals bei Pensionsantritt. Dabei werden die Vorteile der Flexibilität in der Ansparzeit und der garantierten lebenslangen Pension in der Auszahlungsphase kombiniert.

TIPP
  • Prüfen Sie, ob die Prämienzahlung für die gesamte Laufzeit gesichert ist.
  • Tätigen Sie keine übereilten Abschlüsse, sondern hinterfragen Sie alle Unklarheiten.
  • Prüfen Sie die Angebote genau und vergleichen Sie die garantierten Leistungen.


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