Private Zusatz­kranken­versicherung: Soll ich mir das leisten? 

Eine private Zusatzkrankenversicherung war und ist teuer. Dennoch ist sie beliebt, mehr als ein Drittel der Österreicher ist zusatzversichert. Was macht sie so beliebt? Vermutlich die freie Arztwahl, oder der Krankenhausaufenthalt im Ein- oder Zweibettzimmer: "Sonderklasse" klingt für viele verheißungsvoll. Aktuell locken die Versicherer auch mit "Wellness-Paketen", die zum Beispiel einen jährlichen Aufenthalt in einem schicken Hotel oder Ermäßigungen bei Fitness-Studios beinhalten. Das Prämienbeispiel aus dem KONSUMENT soll Ihnen beim Vergleichen helfen.

Private Zusatzkrankenversicherung: Vergleich (0,2 MB)

Check­liste: Das sollten Sie beachten

Die Tarifvielfalt und der komplexe Tarifaufbau machen es Verbrauchern/-innen schwer, den Durchblick zu behalten. So gibt es vielfältige Bausteine, aus denen man seine private Zusatzkrankenversicherung zusammenstellen kann:

  • Soll etwa nur der Aufenthalt im Krankenhaus in der Sonderklasse versichert werden oder auch der Besuch beim Wahlarzt? 
  • Sind Selbstbehalte, die Prämie sparen, sinnvoll? 
  • Sollen Kinder oder Reisen ins Paket inkludiert werden? 

Wichtig ist daher eine gute Beratung vor Vertragsabschluss, etwa durch einen auf Zusatzkrankenversicherungen spezialisierten Versicherungsmakler. Vor einem Beratungsgespräch empfehlen wir Ihnen, diese Checkliste durchzugehen:
Private Zusatzkrankenversicherung: Checkliste (0,1 MB)


Anbieter wechseln meist teuer

Zusatzkrankenversicherungsverträge sollten gut ausgewählt werden, denn ein Anbieterwechsel nach Abschluss ist nicht ratsam, weil teuer. Es gilt die Faustregel:

  • Je älter man bei Vertragsabschluss ist, desto teurer wird die Einstiegsprämie. 
  • Überdies könnten zwischenzeitig eingetretene Krankheiten zu einer höheren Prämie oder einem (teilweisen) Ausschluss vom Versicherungsschutz führen. 

Die gute Nachricht: Hat der Versicherer den Vertrag angenommen, kann er den Vertrag nicht mehr kündigen, auch wenn die Versicherte/der Versicherte häufig Leistungen in Anspruch nimmt. Außer, die Prämien werden nicht bezahlt oder eine Vorerkrankung wurde bei Vertragsabschluss bei den Antrags- und Gesundheitsfragen nicht angegeben. 

Für die Kundinnen und Kunden gibt es meist eine 3-jährige Bindungsdauer, nach deren Ablauf die Zusatzkrankenversicherung unter Einhaltung einer im Vertrag genannten Kündigungsfrist gekündigt werden kann (erstmals zum Ablauf des dritten Vertragsjahres und dann jährlich).

Kann ich mir das leisten? 

Gerade für jüngere Menschen sind Monatsprämien in der Dimension von 150 Euro oft zu teuer. Soll die ganze Familie versichert werden, wird eine Krankenzusatzversicherung erst recht unfinanzierbar. 

Eine gute Tarifauswahl kann aber helfen, ein Produkt oder eine Kombination zu finden, die einen Abschluss ermöglicht oder zumindest die Option sichert, später auf einen Volltarif umzustellen. Siehe dazu das Prämienbeispiel am Ende dieses Downloads:  Private Zusatzkrankenversicherung: Vergleich (0,2 MB)

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

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TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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