20.04.2022

Reise­storno und Reise­versicherung bei Corona-Erkrankung

Viele Konsumentinnen und Konsumenten planen schon den Sommerurlaub. Dabei stellt sich die Frage, ob eine Reisversicherung sinnvoll ist beziehungsweise ausreichende Absicherung bei einer Corona-Infektion bietet. Fazit der aktuellen Internetrecherche des Konsumentenschutzes der Arbeiterkammer Oberösterreich: Stornoversicherungen übernehmen die Kosten bei Corona-Erkrankung vor der Reise. Bei Infektion während der Reise und welche Leistungen genau angeboten werden, bleiben die Versicherungen teilweise leider vage.

Es gilt daher: Unbedingt vor der Buchung genaue Informationen zu den kostenlosen Stornomöglichkeiten und zum Leistungsumfang der Reiseversicherung einholen!

Kostenpflichtiges Zusatz­paket

Urlauber/-innen können eine gebuchte Reise stornieren. Sie müssen aber die vereinbarten Stornogebühren bezahlen. Reiseveranstalter wie Billa-Reisen, FTI und Hofer-Reisen bieten kostenpflichtige Zusatzpakete an, durch die Reisen bis zu 15 oder 7 Tage vor dem Abreisedatum kostenlos storniert werden können. Im Falle einer Covid-Erkrankung kurz vor Reiseantritt hilft das wenig. Das verbleibende Zeitfenster bis zum Reisebeginn muss zusätzlich mit einer Stornoversicherung abgedeckt werden.

Versicherungs­schutz bei Corona-Erkrankung

  • Die Stornokosten für den Fall einer Corona-Erkrankung der versicherten Person(-en) vor Reisebeginn werden von Europäische Reiseversicherung, Allianz, Uniqa, HanseMerkur und Wiener Städtische Ver­sicherung übernommen.
  • Besteht nur der Verdacht einer Infektion und die Reise muss abgesagt werden, so übernehmen Europäische Reiseversicherung, Allianz, Uniqa und HanseMerkur auch hier die Stornokosten. Bei der Wiener Städtischen Versicherung findet sich keine klare Regelung.
  • Wenn Reisende während des Urlaubs an Corona erkranken so übernehmen die Europäische Versicherung und die Allianz die Kosten für eine medizinische Behandlungskosten, für eine Rückreise und die zusätzlichen Aufenthalts- oder Quarantäneunterbringungskosten. Vorausgesetzt, es besteht keine Reisewarnung (Stufe 5 oder 6) des österreichischen Außenministeriums.
  • Die Uniqa, Wiener Städtische Versicherung und HanseMerkur kommen nur für Behandlungskosten und den Nottransport nach Österreich auf. Quarantänekosten sind bei der Uniqa und Wiener Städtischen Versicherung nicht angeführt, bei der HanseMerkur ist eine Kostenübernahme ausdrücklich ausgenommen und können nur mit einem Zusatzpaket abgedeckt werden.

Achtung bei Kreditkarten-Reise­schutz

Die bei Kreditkarten inkludierten Reiseversicherungen bieten keine Absicherung für den Fall einer Corona-Erkrankung; ausgenommen davon sind Karten die mit der Europäischen Reiseversicherung kooperieren.

 

Stornoschutz vor Buchung checken

  • Erfragen Sie vor der Buchung die Stornierungsmöglichkeiten des Reiseanbieters.
  • Vor allem bei teuren Reisen ist eine Storno­versicherung sinnvoll.
  • Achten Sie darauf, dass die Risiken einer Corona-Erkrankung abgedeckt sind. 

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