18.04.2019

Die Arbeiter­kammer warnt: Gewonnene Traum­reise kann schnell zum Alp­traum werden!

Vielen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern flattert derzeit ein Schreiben des Reiseanbieters „Auf in den Urlaub“ ins Haus. Es enthält eine Gewinnbenachrichtigung über eine Zypernreise für 2 Personen: Eine 8-tägige Traumreise zum Vorzugspreis von 1 Euro statt 799 Euro pro Person.

Was auf den ersten Blick als kostenlose Reise dargestellt wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Kostenfalle.

Tipp

Werfen Sie daher dieses und ähnliche Schreiben in den Papierkorb. Mit solchen gewonnenen Reisen ist meist mehr Ärger als Erholung verbunden.

Bis zu 128 Euro Kosten

Je nach Abflughafen kommt eine Flughafengebühr bis zu 79 Euro pro Person dazu. Nur bei Abflug von Zürich oder Stuttgart entfällt diese, was für die meisten Oberösterreicher/-innen aufgrund der höheren Anreisekosten und etwaiger Kosten für notwendige Übernachtungen völlig uninteressant ist.

Dazu sind noch die Flughafensicherheitsgebühren in Höhe von derzeit 49 Euro pro Person am Flughafen zu bezahlen. Zum Abflugsort und zum Reisetermin können lediglich Wünsche geäußert werden. Hier ist also Flexibilität bei der Urlaubsplanung gefordert sowie auch die Bereitschaft, zusätzliche Kosten zu tragen.

Weitere Kosten für Ausflüge und Transfers

Es werden zwar zusätzlich Ausflüge vor Ort angeboten. Die Kosten dafür sind jedoch beim Buchen völlig unbekannt, auch ob Verkaufsveranstaltungen besucht werden müssen,  ist unklar.

Die genaue Lage der Hotels ist ebenfalls nicht beschrieben. Das Hotel liegt möglicherweise weit im Hinterland. Wer keinen Ausflug bucht, sitzt im Hotel fest. Jede Taxifahrt zum nächsten Ort, in ein Restaurant oder zu einem individuell gewählten Ausflugsziel verursacht zusätzlich Kosten.

Nur Frühstück inklusive

Alle weiteren Mahlzeiten und Getränke sind selbst zu bezahlen. Das Preisniveau im Hotel ist nicht kalkulierbar. Gerade wenn das Hotel sehr abgelegen ist, bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als teures Essen und Trinken zu akzeptieren oder mit dem Taxi in ein Restaurant zu fahren.

Seriosität des Anbieters fraglich

Den Absender des Schreibens „Auf in die Ferien GmbH“ mit Adresse in Innsbruck gibt es laut Wirtschaftskammer gar nicht. Es ist zu befürchten, dass etwaige Reklamationen ins Leere gehen und aus dem vermeintlichen Traumurlaub ein Alptraum wird.

Nicht unter Druck setzen lassen!

  • In vielen Gewinnschreiben wird Zeitdruck aufgebaut, damit Sie nicht zu lange darüber nachdenken. Im aktuellen Schreiben von „Auf in den Urlaub“ müssen Sie innerhalb von 14 Tagen buchen. Oft wird auch mit begrenzten Kontingenten gelockt.

  • Vergessen Sie nicht: Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es meist auch nicht. Schlafen Sie lieber eine Nacht darüber und reden Sie vorher mit jemandem über das verlockende Reiseangebot.

  • Bestimmt finden Sie in der Nebensaison eine günstige Reise, die mehr Ihren Vorstellungen entspricht als das hier angepriesene „Schnäppchen“.

Gewonnene Reisen sind meist mit mehr Ärger als Erholung verbunden. 

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Gewonnene Reisen sind meist mit mehr Ärger als Erholung verbunden. 

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