willhaben.at: AK-Konsumentenschutz verhindert Betrug

Beinahe wäre Daniela aus Linz einem Betrug aufgesessen, hätte sie nicht Rat bei den AK-Konsumentenschützern/-innen gesucht. Die junge Mutter wollte das zu klein gewordene Kinderbett ihres Sohnes um 600 Euro auf willhaben.at verkaufen. Rasch meldete sich ein Käufer, der die Bezahlung über PayPal abwickeln wollte.

Zuvor aber sollte die Linzerin 800 Euro Verschiffungskosten vorschießen. Als Daniela mit Textnachrichten unter Druck gesetzt wurde, erkundigte sie sich beim AK-Konsumentenschutz. Für die Experten/-innen eine klare Sache: Hier sind Betrüger am Werk, deshalb Finger weg!

Verdächtige Vorab-Überweisung über 4.000 Euro

Daniela hat schon oft etwas über willhaben.at verkauft und bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Deshalb dachte sie sich anfangs nichts, als sich ein Käufer per Mail in englischer Sprache meldete, der das Bett verschiffen lassen wollte.

Per E-Mail erhielt die Verkäuferin die Bestätigung, dass 3.200 Euro plus 800 Euro Verschiffungskosten auf ihrem PayPal-Konto eingegangen wären, also insgesamt 4.000 Euro. Das war deutlich mehr als der Kaufpreis. Die Bedingung laut E-Mail für die Freigabe des Geldes war, dass Daniela die Verschiffungskosten vorab mittels Western Union an das Transportunternehmen in die Ukraine schicken sollte.

Daniela wurde skeptisch – 4.000 Euro, Ukraine, Western Union. Dazu wurde sie per WhatsApp unter Druck gesetzt, doch endlich die 800 Euro zu überweisen. Ganze 22 Textnachrichten gingen innerhalb von 45 Minuten ein. Sie fühlte sich immer unwohler und wollte den Verkauf abbrechen. Der angebliche Käufer teilte ihr aber mit, dass sie ja das Geld schon hätte und nun ihren Teil erfüllen solle.

AK-Konsumentenschützer decken Betrug auf

Sie wandte sich an die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich. Die Experten/-innen prüften den Hergang und es stellte sich heraus, dass auf dem PayPal-Konto von Daniela gar kein Betrag eingegangen war. Die Zahlung samt Bedingung wurde in einer E-Mail angekündigt, deren Absender-Adresse zwar einer echten PayPal-Adresse sehr ähnlich ist, tatsächlich aber nicht von PayPal versandt wurde. Hätte die junge Linzerin die 800 Euro mittels Western Union versandt, wären diese verloren gewesen.

So haben Betrüger keine Chance

  • Vermeiden Sie Verkäufe ins Ausland und bezahlen Sie keinesfalls mit Schecks, Gutscheinen, Bitcoins, Western Union oder anderen Ihnen unbekannten Transfer- oder Treuhandservices. Die sicherste Form für Käufer/-innen und Verkäufer/-innen ist die Übergabe der Ware gegen Barzahlung des Kaufpreises.

  • Willhaben empfiehlt, den Kontakt sofort einzustellen, wenn sich Interessenten/-innen per SMS oder WhatsApp melden und nicht über die vorgesehene E-Mail-Adresse kommunizieren.

  • Paypal ist grundsätzlich ein sicherer Online-Bezahldienst um Zahlungen im Internet ohne Eingabe der Bankdaten abzuwickeln. Um Missbrauch zu verhindern empfiehlt PayPal, immer die PayPal URL in ein neues Browserfenster einzutippen. Verwenden Sie keinesfalls Links, die Ihnen in E-Mails gesandt wurden. PayPal selbst sendet nie Mails mit angehängten Dateien und hinterlegt alle relevanten Infos in Ihrem PayPal-Konto.

  • Western Union ist besonders geeignet um Bargeld an Personen im Ausland auch ohne Kontoverbindung zu senden. Verwenden Sie Western Union nur für Geldtransfers an Ihnen bekannte Personen.
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